Top 5 von 2019 oder eine Art Jahresrückblick

Ende des Jahres neigt man dazu Bilanz zu ziehen. Man schaut sich an was man sich vorgenommen hat und was man davon umgesetzt hat. In meinem Blick auf das Jahr 2018 hatte ich mir vorgenommen mehr Aufnahmen auf Film in den besten 5 Aufnahmen zu platzieren. An dieser Stelle kann ich mir ein klares Nichterreichen des Ziels bescheinigen. Nicht dass ich nicht auf Film fotografiert hätte, ich konnte mich irgendwie nicht dazu motivieren die belichteten Filme auch zu entwickeln. Und ohne entwickelte und gescannte Negative kann ich mangels Masse keine besten Analog-Aufnahmen präsentieren.

Und auch den weiteren Vorsatz öfter mal einen Beitrag hier zu erstellen, habe ich nicht so umgesetzt wie ich es mir vorgenommen habe. Das könnte, wenn ich mir so die angefangenen Entwürfe so anschauen, daran liegen, dass ich immer wieder Themen anreiße, die sich nicht mal so eben in einem Rutsch herunter schreiben lassen. Und somit zu Unterbrechungen verleiten. Das Zeigen von Bilderserien mit etwas Text zur Entstehung hat 2019 eigentlich ganz gut funktioniert (Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3, Beispiel 4). Sollte ich 2020 beibehalten und sogar ausbauen. Wobei der Beitrag mit den meisten Besuchern die Vorstellung meiner Lieblings-Podcasts war. Da war sicher die Erwähnung auf kwerfeldein.de nicht ganz unbeteiligt.

D750 . 50mm/1,4@9,5 . 1/180s . ISO100
Im Januar ging ich noch mit viel Elan ins fotografische Jahr und habe mich recht spontan für ein Modelsharing angemeldet. Dabei zeigte sich, dass der organisierende Studiobetreiber und ich offenbar deutlich unterschiedliche Schwerpunkte bei der Modell-Auswahl haben. Hätte ich nur anhand der Bilder aus der Mail mit der Sharings-Ankündigung entschieden, hätte ich an dem Termin eher die Wohnung geputzt oder Belege abgelegt statt nach Fürth zu fahren. Da ich aber Quinn Linden schon länger auf Instagram folge, war klar, dass wir zusammen ein paar zu ihr passende Ideen umsetzen können. Dafür hatte ich auch auch mein mobiles Hintergrundsystem und den Stoffhintergrund eingepackt. Auch wenn wir nur eine Stunde für Fotos zur Verfügung hatten, sind dabei aus meiner Sicht einige gute Bilder entstanden. Manche würden sich durchaus eignen als kleine Serie hier gezeigt zu werden. Und nicht nur um als Einzelbilder auf meine schlecht besuchten Portfolio-Seite www.votho-web.de zu liegen.

D750 . 50mm/1,4@2,8 . 1/180s . ISO400
Mit dem Modell des rechts zu sehenden Portraits verbindet mich eine schon längere Zusammenarbeit. Das erkennt man auch daran, dass sie natürlich Teil meines mit „Lieblingsmodelle und Musen“ überschriebenen Kalenders aus dem vorigen Jahr (2018) war. Dieses Portrait entstand bei unserem, wenn ich richtig gezählt habe, 10. Shooting. Eigentlich hatte sie schon ihren Wechsel in die Modell-Rente verkündet, die sie aber für dieses Zusammentreffen unterbrochen hat. Es spricht für die Chemie, dass wir es immer wieder schaffen mit gleichen Rahmenbedingungen immer wieder neue Bildideen zu entwickeln. Hier steht sie neben dem Fenster meines französischen Balkons und trägt ein helles Spitzentop aus meinem Fundus. Das Bild hat mir so gefallen, dass ich es hier im Blog als Titelbild eingebunden hatte.

D750 . 85mm/1,4@8,0 . 1/180s . ISO320
Wenn ich Lightroom vertrauen kann, dann habe ich nur mit einem Modell mehr Bilder gemacht. Und das ist Angelina, die mich im August zu unserem jährlichen fotografischen Meeting besuchte. Daraus habe ich bereits eine kleine Serie gezeigt. Ansonsten war sie in diesem Jahr nur noch mit einer Bildstrecke aus dem vergangenen Jahr im Blog vertreten. Das ist eher ungewöhnlich, gehört sie doch unbestritten zu meinen Lieblingsmodellen und ist ein ständiger Gast im Blog und auch in meinem Kalender. Für meinen Kalender in diesem Jahr hatte ich mir als Gemeinsamkeit der ausgewählten Bilder Modelle mit maximal Körbchengröße B ausgedacht. Und da fiel sie mit ihren sehr schönen Brüsten leider durchs Raster. 2020 ist sie aber wieder in mehreren Monaten zu sehen.

D750 . 50mm/1,4@2,8 . 1/125s . ISO320
Nach einem Modelsharing im September habe ich mich lieber mit der Bearbeitung der Fotos, des Treffens mit Angelina und aus dem Sharing beschäftigt. Die Lust wieder die Kamera in die Hand zu nehmen kam dann erst im November zurück. So habe ich zum Beispiel Anastasia G. in ihrer Wohnung in Erfurt zu einem Homeshooting besucht. Ich hatte ihre entsprechende Jobauschreibung in der Model-Kartei gesehen und sie daraufhin angeschrieben. Wir hatten bereits bei einem Modell-Sharing sehr erfolgreich zusammengearbeitet und dabei festgestellt, dass wir ganz gut fotografisch harmonieren. Da hielt ich es für eine gute Idee mal wieder zusammen Fotos zu machen.

Nachdem wir sehr schnell einen Termin, der uns beiden zu sagte, gefunden hatten machte ich mich im Dezember in Thüringens Hauptstadt auf. Nachdem ich vor der Wohnung geparkt hatte, schickte mich mein Smartphone zunächst in die falsche Richtung, bevor mich Anastasia mit WhatsApp auf den richtigen Weg brachte. Ich hatte mich wohl beim Eintragen der Adresse bei der Hausnummer vertippt.

Das Bild rechts ist wie alle Aufnahmen an diesem Tag nur mit natürlichem Licht entstanden. Das Licht, das durch die raumhohen Wohnzimmerfenster fiel, habe ich mit den dunklen Vorhängen auf mein reizendes Modell konzentriert. Der Lichtabfall entstand mit Hilfe einer Klammer, mit der die Vorhänge etwa auf Bauchnabelhöhe zusammengehalten wurden. Ein Kniff, den ich mir beim hier schon gelegentlich erwähnten Andreas Jorns abgeschaut habe. Insgesamt sind an diesem Nachmittag im „Norden“ (Osten wäre falsch, Kulmbach liegt etwas östlicher als Erfurt) genug zeigenswerte Aufnahmen entstanden, die hier im Blog auch zu sehen sein werden.

D750 . 85mm/1,4@8,0 . 1/180s . ISO320
Eigentlich hatte ich nach diesem Besuch bei Anastasia schon begonnen mit dem Fotojahr 2019 gedanklich abzuschließen, als mich spät an einem Freitagabend eine Instagram-Nachricht von Pavlina erreichte. Sie wäre am Sonntag in meiner Nähe und hätte noch 2 Stunden Zeit für ein Shooting. Nach wenigen Nachrichten am Samstag hin und her begann meine Wohnung für ein Fototreffen herzurichten. Da ich in der Woche darauf sowieso den Weihnachtsputz veranstalten wollte, traf sich das ganz gut.
So kam es also, dass am Abend des dritten Advent Pavlina bei mir im Wohnzimmer stand und sich das Kalenderbild mit ihr auf Papier an der Wand anschauen konnte.

Wie schon bei unserem Hotel-Shooting im Oktober 2018 haben wir uns sofort wieder gut verstanden und konnten in der relativ kurzen Zeit (normalerweise plane ich etwa mit der doppelten Zeit) so viele gute Aufnahmen machen, dass ich nach einigen Auswahldurchgängen in Lightroom immer noch überdurchschnittlich viele Bilder zu bearbeiten habe. Ein paar haben es sogar noch in den 2020er Kalender geschafft, den ich am letztmöglichen Termin noch bestellen konnte.

Kommen wir noch zu einem unvermeidlichen, aber kurzen, Ausblick auf 2020. Zunächst möchte ich, anders als 2019, wieder an Wettbewerben in der Fotogruppe und im DVF teilnehmen. Das hatte mir noch Anfang 2019 eine kleine Sinnkrise beschert. Während des Auswahl-Prozesses zu einem Wettbewerb hatte ich mich dabei ertappt, bei Bildern, die mir sehr zusagen, die Überlegung in den Vordergrund zu stellen, ob jetzt Bild A oder B die besseren Chancen bei der Jury haben werden. Das ist so, wie wenn ich beim Bewerten in Lightroom den Fotos den Vorzug geben würde, denen ich mehr Likes auf Instagram zutraue. Daraufhin hatte ich mich für dieses Jahr entschlossen an keinem Wettbewerb teilzunehmen. Da es mich aber interessiert wie meinen Bilder bei anderen ankommen, werde ich für 2020 wieder Bilder für Wettbewerbe einreichen. Wobei ich mir vornehme meinen persönlichen Geschmack über den vermeintlichen der Juroren zu stellen. Mal schauen, ob das auch klappt.

Nach dem Portrait von Pavlina weiter oben könnte ich mir vorstellen wieder mehr Farbe, wenn auch zurückhaltend, in meine Fotos zu bringen. Und in Hinblick auf das Blog auch mehr Bildstrecken zu zeigen. Nur für die Festplatte zu fotografieren ist auch nicht unbedingt sinnvoll, auch wenn das Fotografieren schöner Frauen für sich betrachtet auch Spaß macht.

Eine Antwort auf „Top 5 von 2019 oder eine Art Jahresrückblick“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.