Plan B

Wenn man ein Outdoor-Shooting plant, ist man als Fotograf gut beraten, die Möglichkeit mit zu berücksichtigen, dass das Wetter nicht mitspielt. Das gilt besonders im diesjährigen, so genannten, Sommer. Man kann also bei der Planung gleich einen Ausweichtermin mit vorsehen oder eine wettersichere Ausweichlocation in der Hinterhand haben. Da es am Ausweichtermin auch regnen, hageln, stürmen oder schneien kann, ist die Ausweichörtlichkeit die bessere und damit planungssichere Variante. Schließlich ist es auch möglich, dass man das Shooting nicht verschieben kann (oder will).

Im Park

Wenn man sich die Beiträge, die ich hier über meine Shootings veröffentlicht habe so anschaut, könnte man zu dem Schluss kommen, ich würde mehrheitlich Akt und Teilakt fotografieren. Dieser Eindruck täuscht. Ihr würdet euch wundern wie viele Portrait- und „angezogene“ Aufnahmen auch bei den Shootings entstehen, die als Aktshooting vereinbart wurden.

Dennoch schadet es nicht auch mal von einem reinem Portraitshooting zu berichten. Im August letzten Jahres bin ich in der Model-Kartei* auf die Sedcard von Amaria gestoßen. Nach dem Austausch weniger Nachrichten waren wir uns einig, dass es zu einem Shooting kommen sollte.

Im Wohnzimmer

Nachdem der Teaser zum Wohnzimmer-Shooting mit C_G auch schon ein bisschen zurück liegt, sollte ich der Ankündigung auch mal Bilder folgen lassen.

Nun hatte ich zwischen August und November allerdings deutlich mehr Lust Filme zu belichten als diese auch zu entwickeln und zu scannen. Eine Möglichkeit wäre gewesen, zuerst die digitalen Aufnahmen zeigen können, um später die analogen nachzureichen. Das hätte auch noch den angenehmen Nebeneffekt gehabt, die Postingfrequenz im Blog zu erhöhen. Allerdings schaue ich im Fernsehprogramm auch kaum Mehrteiler an, da wollte ich beim Bloggen auch nicht damit anfangen.

Sharing mit Lerneffekt

Am Samstag nahm ich an einem Modelsharing teil, das ich über die Model-Kartei entdeckt hatte. Anders als beim letzten Sharing waren alle teilnehmenden Fotografen gleichzeitig im Studio und fotografierten nacheinander das Modell in den verschiedenen Outfits.

Der Vorteil war für mich in dieser Konstellation, dass man sich untereinander austauschen musste und dadurch auch mehr Ideen entstanden, wie wenn ich alleine mit meiner Kamera vor dem Modell gestanden hätte.

Akt ist…

  • etwas anderes als nur ein nacktes Model zu fotografieren.
  • etwas Schönes, wenn es gut gemacht ist.
  • nicht pornografisch.
  • anspruchsvoll zu fotografieren.

Um diese Thesen kreisten meine Gedanken als ich neulich zum Modelsharing nach Nürnberg fuhr. Wobei mein Hauptsorge war, ob meine Ergebnissen auch meinen eigenen Ansprüchen genügen werden. Schließlich sieht man in Fotografieforen zu oft (N)a(c)ktbilder, die eigentlich nur eine technische Voraussetzung für ein Aktbild erfüllen, das Modell ist unbekleidet.

Modelsharing

CorsageNach zwei Studio-Workshops bei Daniel Kotzsch und dem CLS-Workshop im vergangenen Jahr, möchte ich dieses Jahr das Fotografieren von Menschen intensivieren.

Wenn das ganze geplant von statten geht spricht der (Hobby-)Fotograf da ja gerne von „People“-Fotografie, die da im Rahmen eines „Shootings“ stattfindet. Diese Anglizismen muss man nicht mögen, lassen sich aber vermutlich nicht immer vermeiden, wenn man sich in diesem Umfeld eindeutig ausdrücken möchte. Neben den schon Erwähnten findet man auch gerne mal den Begriff „Modelsharing“.