Ich bin „fremdgegangen“

Nein, ich bin nicht wirklich im klassischen Sinne fremd gegangen. Und um möglichen Gerüchten vorzubeugen, möchte ich auch versichern, dass der Titel auch auch in keinem Zusammenhang zur liebreizenden Kiki steht, die mir beim Anfertigen der Bilder für diesen Beitrags behilflich war. Vielmehr bezieht er sich mehr auf eine vorübergehende Abkehr von meinem Lieblingsfilm, dem Kodak Tri-X. Eigentlich bin ich daran gewöhnt ab und zu andere Filme in der 400er-Klasse in meiner Hasselblad zu verwenden. Ist z.B. der Tri-X als Rollfilm gerade nicht lieferbar, dann verwendete ich auch ganz gerne mal den Rollei RPX400. Oder wenn ich mehr Korn möchte, dann kommt auch mal der Fomapan 400 in die Kamera. Doch das sind eher Spezialfälle. In der Regel bleibe ich beim Tri-X.

Nikon F3 HP

Nikon F3HP mit Nikkor 35/2 AiEs wird mal wieder Zeit einen Beitrag zum „Camera Porn Friday“ zu verfassen. Und weil gerade alle Welt in Köln auf der Photokina nach den neuesten Digitalkameras Ausschau hält, stelle ich hier einen Analogklassiker vor. Die Nikon F3 wurde 21 Jahre, von 1980 bis 2001 gebaut, das soll mal einer der modernen Bildaufzeichnungscomputer aka Digitalkamera nachmachen. ;-)

Die F3 zeigt schon durch ihre einstellige Bezeichnung an, dass sie zu den Spiegelreflexkameras aus dem Hause Nikon gehört, die für den professionellen Einsatz konzipiert sind. Mechanisch ähnlich robust aufgebaut wie die Vorgängermodelle Nikon F und F2, unterscheidet sich die F3 speziell beim Innenleben deutlich von diesen. So wurde erstmals in eine Profi-Nikon die mechanische Verschlusszeitensteuerung durch eine elektronische Einheit ersetzt.

Analoges Wiederfinden, Teil 1

Bei allen großen und kleinen Unterschieden zwischen silberbasierter aka analoger und digitaler Fotografie gibt es doch Gemeinsamkeiten, die über die Grundlagen der Belichtungsteuerung und Optik hinausgehen. Wer öfter fotografiert als nur im Urlaub und bei Tante Käthes 75sten Geburtstag steht früher oder später vor dem Problem die gelungenen Bilder später wieder zu finden.

Bei den mit der Digitalkamera entstandenen Bildern lässt sich das Problem über ein sinnvolles System aus Ordnerstruktur, Dateinamen und einem geeigneten Verwaltungsprogramm relativ einfach in den Griff bekommen. Schließlich liegen alle „Negative“ (RAW) und „Abzüge“ (JPG+PSD) am gleichen Ort, der Festplatte, vor. Von dort greift das Verwaltungsprogramm direkt auf die entsprechenden Dateien zu.