Quer durchs Archiv – März

D750 . 50/1,4@8,0 . ISO 100
Zum meteorologischen Frühlingsbeginn kommt ein Teilaktfoto aus dem Studio. Ich hatte das Shooting mit Schnittchn schon im Rückblick auf das letzte Jahr erwähnt. Somit gehört es zu den neueren Bildern im Streifzug durch das Archiv.

Hier habe ich mal die Beleuchtung mit ins Bild einbezogen. Etwas, dass „man eigentlich nicht macht“, wenn man den Foto-„Experten“ aus dem Internet von fotocommunity bis facebook glauben kann. Allerdings gefällt es mir auch im Studio gelegentlich die Umgebung ins Foto mit einzubeziehen. Etwas das dabei hilft die den Studioaufnahmen nachsagte Sterilität zu reduzieren. Und selbst in Fotos von Helmut Newton oder Peter Lindbergh sind mir schon Spuren des Studioaufbaus aufgefallen. Also muss man den „Fachleuten“ aus diesem Internet auch hier nicht alles glauben. Zumal ohne Blitz die linke Bildhälfte ziemlich leer und langweilig daher käme und das Gleichgewicht im Bild verloren ginge.

Ich könnte hier jetzt noch ausführlich zu Lichtsetzung schreiben und das Ganze mit einer Skizze untermauern. Aber man sieht ja hier deutlich, dass ich mich mit der Kamera nicht auf der Achse Blitz – Modell positioniert habe. Eine Position, die sich bei der Verwendung einer Beautydish oft anbietet und auch regelmäßig gute Ergebnisse liefert. Hier wollte ich das Licht etwas kontrastreicher haben um damit die tolle Figur des Modells zu betonen. Ich finde, dieses Ziel haben wir erreicht.

Heute möchte ich einen weiteren Aspekt ansprechen, die Bildausrichtung. Gerade in der Portrait- und Aktfotografie überwiegt, zumindest bei mir, das Hochformat. Auch die englische Begriffe für die Ausrichtung der Fotos, Landscape, also Landschaft, fürs Querformat und Portrait fürs Hochformat zeigen da eine gewisse Tendenz. Was natürlich nicht heißt, dass Portraits nur hochformatig sein dürfen. Sonst gäbe es ja auch diesen Kalender nicht.

Dennoch hat die Entscheidung für Hoch oder Querformat Auswirkungen auf die Bildwirkung. Ich bin überzeugt, dass es ganze Bücher, oder wenigstens ganze Kapitel in Büchern, gibt, die sich damit auseinandersetzen. Für mich strahlen Bilder im Querformat mehr Ruhe aus, können aber auch spannender sein als Hochformate. Diese wiederum konzentrieren sich für mich mehr auf das Wesentliche. Um das zu unterstreichen zeige ich noch die auf Hochformat beschnittene Variante der Kalenderaufnahme.

Eine Variante, die für sich betrachtet, vermutlich auch in einem hochformatigen Kalender gelandet wäre. Dennoch ist es von der Bildwirkung ein ganz anders Bild als das Querformat. Und das liegt nicht am Unterschied zwischen Farbe und Schwarzweiß. Während das querformatige Bild durch die gezeigte Lichtquelle von einem Fotoshooting mit einer schönen Frau im Studio erzählt, konzentriert sich das Hochformat nur auf die schöne Frau. Und ich könnte mich nicht darauf festlegen, welche Variante die bessere ist. Das hängt auch vom Verwendungszweck ab. Für den Kalender ist das Querformat das bessere Bild, weil es den zur Verfügung stehenden Raum besser nutzt.

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