Ein Griff ins Bücherregal

Seit ich blogge, habe ich ziemlich viele Artikel begonnen und wieder verworfen, Vermutlich mehr als ich veröffentlicht habe, wenn ich die Kalenderblätter nicht mit zähle. Manche Beiträge müssen auch nur lange in den Entwürfen reifen, bis ich sie endlich fertig schreibe. Dieser gehört auch dazu.

Zu Beginn des letzten Jahres nahm ich in den von mir gelesenen Blogs vermehrt Artikel zu Bildbänden wahr. Ob das nur in meiner Filterblase so war, das Thema einfach in der Luft lag oder weil sich die Blogger inspirieren ließen und sie Ideen Anderer aufgriffen und selbst etwas dazu schrieben, kann ich jetzt nicht genau sagen. Ich wurde durch zwei Blogbeiträge veranlasst mit diesem Beitrag zu beginnen.

Nachdem Andreas Jorns einen Blick in seine Bücherkiste geworfen hat, hielt ich das für eine gute Idee auch mal wieder ein Buch aus meinem Fundus vorzustellen. Als dann noch Kwerfeldein im Beitrag zur Photosphäre 04-20 nach der Zahl der Bildbände im Regal fragte, setzte ich mich nach dem Zählen der Bücher an den Computer und begann zu tippen.

Es stehen übrigens ca. 180 Bildbände und Magazine in den Regalen oder liegen, wenn die Bücher für die Fächer zu groß sind, oben drauf. Öfter liegt auch mal der eine oder andere Bildband auf dem Beistelltisch um mal wieder darin zu blättern. Und um eines dieser Bücher, die oben auf dem Regal liegen, geht es in diesem Beitrag.
 

Es liegt da aufgrund seiner einer Größe von 27x38cm und mit seiner Stärke von fast 5cm und seinem Gewicht von ca. 3,2kg zählt es zu den Schwergewichten in meiner Sammlung.

Wegen des Inhalts blättere ich auch sehr gerne in der 400 Seiten von „20“ zu finden, von Marc Lagrange. Auf der Künstlerhomepage wird es als XXML geführt, weil es eine Art Zusammenfassung der ersten 20 Jahre (XX in lateinischer Schreibweise) als Fotograf von Marc Lagrange (ML) darstellt. Auf ihn bin ich vor längerer Zeit über die Zeitschrift fineartprinter aufmerksam geworden. Das dort gezeigte Portfolio hat mich dazu veranlasst auf der Homepage vorbei zu schauen und dort diesen Bildband direkt zu bestellen. Er gehörte damals mit seinen, wenn ich mich richtig erinnere, 80€ zu den teureren Bildbänden in meinem Regal. Wenn man sich die aufgerufenen Preise für das nur noch antiquarisch erhältliche Buch anschaut, war das allerdings ein Schnäppchen. Die danach erschienenen Bücher haben später auch noch ihren Weg zu mir gefunden. Beginnend mit dem Nachfolgebildband Diamonds und Pearls. Sehr gerne schaue ich mir davon das kleine Büchlein „HOTEL MARITIME ROOM #58“ an.

Marc Lagrange - 20 - Titel (High Priestress)Um einen Eindruck zu den im Bildband 20 zu vermitteln, hatte ich mir überlegt meine Favoriten abzufotografieren und hier zu zeigen. Zum einen wären das zu viele Fotos geworden und ein Konflikt mit dem Urheberrecht hätte sich auch ergeben. Da trifft es sich ganz gut, dass sich auf der Homepage eine Galerie zum Bildband befindet, die einen sehr guten Eindruck vermittelt. Zu meinen Favoriten gehören Roxanne, Icarus und das Titelbild des Buches, die High Priestess (hier links zu sehen). Auch die Serie „God creates women“, aus der dieses Bild stammt ist einen Blick wert. Ich habe fast den Eindruck Marc Lagrange war kein großer Freund der katholischen Kirche.

Auch wenn der Bildband 20 schon vergriffen ist und mir am besten von meinen Büchern von Marc Lagrange gefällt, kann ich doch den Erwerb jedes Bildbandes, des 2015 bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Fotografen empfehlen. Die letzten beiden, CHOCOLATE und SENZA PAROLE sind sogar noch neu im Buchladen des Vertrauens zu erwerben.

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