Die Sache mit der Inspiration

Bei einem kreativen Hobby wie der Fotografie taucht die Frage nach der Inspiration und woher man sie bezieht immer wieder auf. Erst neulich wurde in einer Folge des Photologen-Podcasts über inspirierende Podcasts und Websites gesprochen. Nun sollte es regelmäßige Leser dieses Blog ja nicht besonders überraschen, dass ich meine Anregungen für Fotos ganz gerne aus Gedrucktem, also Bildbänden und Magazinen beziehe. Natürlich beeinflussen mich auch die Bilder, die ich online betrachte und von denen ich besonders inspirierende Exemplare auch abspeichere.

Jedoch hat sich die Art der Beeinflussung im Laufe der Jahre verändert. Habe ich zu Beginn der Fotografie von Menschen auch mal versucht ein inspirierendes Bild nachzustellen, also quasi zu kopieren, so nutze ich meinen Bildideenordner heute anders. Die dort gesammelten Fotos, ob eigene oder fremde, dienen mir heute eher dazu meinen Modellen die Stimmung, die ich erreichen möchte zu verdeutlichen. Der Ordner mit den dazu ausgewählten Bildern auf dem Tablett dient also als Mood board im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich hätte allerdings stets bestritten, dass mich ein Podcast zu einer Bildstrecke inspirieren könnte. Bis neulich. Da fiel mir bei einem Hotelshooting mit Pavlina Simon, oder Lili-V, wie sie sich in der Model-Kartei nennt, ein, dass sich der Tisch im Zimmer nicht nur zur Ablage der Ausrüstung nutzen lässt. Hatte doch erst kurz vorher in einer Folge seines Bunt-Podcastes Andreas Jorns von einem Lifeshooting berichtet, bei dem er sein Modell am Tisch sitzend fotografiert hatte. Dass daraus gute Fotos entstehen können, weiß ich spätestens seit der Ausgabe 01 seines Magazins/Artbooks aj, in dem eine wunderbare Portraitserie mit der am Tisch sitzenden Lani enthalten ist. Ich musste nur mal wieder daran erinnert werden.
 


 
Beim Shooting mit Pavlina kam mal wieder mein bewährter Cardigan zum Einsatz, der es ihr ermöglichte die gezeigte Nacktheit von facebook-tauglich bis topless zu variieren. Das Licht sieht zwar nach Tageslicht aus, kam aber überwiegend von einem externen Aufsteckblitz, der durch einen Durchlichtschirm die Szene beleuchtete und das spärliche Fensterlicht unterstützte.

5 Antworten auf „Die Sache mit der Inspiration“

  1. Sicherlich inspirieren Dich doch auch die Menschen, also die Models, oder? Auf alle Fälle wirken Deine Bilder so, also wäre das schon auch eine Inspirationsquelle für Dich. ;-)

  2. Schöne Bilder und ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht immer viel Requisiten oder eine tolle Location braucht um eine interessante Serie zu erstellen. Die Konzentration auf das Wesentliche ist hier das Entscheidende und langt meistens auch aus. Daran sollten sich viele erstmal mal versuchen bevor sie die tollsten Locations aufsuchen ;)

  3. Wie lange dauert ungefähr ein Shooting von der Vorbereitung bis das Model die Tür verlässt?
    Die Fotos sortieren und bearbeiten ist natürlich eine weitere Geschichte, die ebenfalls viel beansprucht.

  4. Das kann man nicht so einfach verallgemeinern, aber du solltest mindestens 3 Stunden einkalkulieren, je nachdem was für Bilder zu machen möchtest und wie viele verschiedene Posen etc.

  5. Mit Inspiratio ist das so eine Sache. Am besten ist es Sport zu machen, spazieren, Museen ansehen oder einfach neue Menschen kennenlernen. In Picassos Lebens (1881-1973) spielten. Frauen eine wichtige Rolle und dienten ihm als unerschöpfliche Quellen der Inspiration. Frauen beeinflussten und bereicherten sein Leben, Werke und Impact.

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