Angelina

AngelinaIch weiß nicht, wie es anderen Fotografen geht, die, wie ich, das Ganze als Hobby betreiben. Aber bei mir hängen die Kreativität beim – und Motivation zum – Fotografieren stark davon ab, ob ich den Kopf frei habe. So hat mich zum Beispiel im Sommer und Herbst etwas anders stark beschäftigt, so dass ich mich kaum zum Fotografieren aufraffen konnte. Und als ich dann doch mal eine Kamera in die Hand nahm, entstanden dabei Ergebnisse, die zwar ganz nett waren, aber mich nicht wirklich überzeugen konnten. Ich war also, wie man so schön sagt, in einem kreativen Loch gefangen.

Da ich aus ähnlichen Erfahrungen weiß, nichts erzwingen zu können, habe ich einfach darauf vertraut, dass die Lust am Fotografieren von selbst wieder kommt und in der Zwischenzeit den Bearbeitungs- und Entwicklungsbacklog etwas reduziert. Als ich wieder Bilder machen, und nicht nur alte bearbeiten, wollte, habe ich zu einem bewährten Mittel gegriffen…

ungeschminkt Teil 2

ungeschminkt am FensterIch arbeite ganz gern mit wiederkehrenden Elementen bei meinen Shootings. Daraus lassen sich dann ganz gut Serien für die Präsentation ableiten. Manche Serien kann man im Rahmen von Shootings ganz gut einbauen und so fortführen. So ist es kein Problem mal eben den Stuhl vor den Stoffhintergrund zu stellen und ein paar Bilder für diese Serie zu machen.

Bei meiner „ungeschminkt“-Serie ist das anders. Schließlich brauchte es dafür Modelle, die bereit sind sich ohne Makeup vor der Kamera zu zeigen. Und die müssen auch noch ungeschminkt zum Termin erscheinen. Da kann man nicht einfach mal so beim Fotografieren sagen, „Schmink‘ Dich mal ab. Das nächste Set machen wir dann ohne Makeup.“

Kalender 2017, Bild sechs

Die Zeit vergeht. Das sieht man auch daran, dass hier schon das sechste Kalenderbild des Jahres zu sehen ist. Noch mehr wird mir das bewusst, wenn ich mir den Dateinamen des heutigen Bildes anschaue. Sagt er mir doch, dass ich es im August 2011, also vor sechs Jahren, fotografiert habe.

Damals hatte ich gerade das Fotografieren schöner Frauen für mich entdeckt. Neben verschiedenen Modelsharings und Workshops war dies erst mein zweites selbst organisiertes Shooting. Entsprechend aufgeregt war ich auch beim Shooting.

Von der indischen Küche in ein Prager Schlafzimmer

… So kam es nach einem kurzen Mailwechsel zum Festlegen eines passenden Termins dazu, dass ich an einem Morgen im Januar bei knackigen Minustemperaturen mein Auto in einem Prager Wohngebiet parkte und mich mit Fototrolley und ein paar Requisiten in der Ikea-Tasche zum „Prague Boudoir“ von Nikola aufmachte. Nachdem wir die 4 Stockwerke zum Dachgeschoss erklommen hatten, zeigte mir Nikola die helle Wohnung und wir besprachen die Sets, die wir in den verschiedenen Räumen fotografieren wollten.