ungeschminkt Teil 2

Ich arbeite ganz gern mit wiederkehrenden Elementen bei meinen Shootings. Daraus lassen sich dann ganz gut Serien für die Präsentation ableiten. Manche Serien kann man im Rahmen von Shootings ganz gut einbauen und so fortführen. So ist es kein Problem mal eben den Stuhl vor den Stoffhintergrund zu stellen und ein paar Bilder für diese Serie zu machen.

Bei meiner „ungeschminkt“-Serie ist das anders. Schließlich brauchte es dafür Modelle, die bereit sind sich ohne Makeup vor der Kamera zu zeigen. Und die müssen auch noch ungeschminkt zum Termin erscheinen. Da kann man nicht einfach mal so beim Fotografieren sagen, „Schmink‘ Dich mal ab. Das nächste Set machen wir dann ohne Makeup.“

Nachdem ich bei meiner ersten Jobauschreibung in der Model-Kartei 2014 drei Modelle gefunden hatte, wollte ich die Serie im letzten Jahr fortführen. Gerade auch weil mir die Ergebnisse sehr gut gefallen haben. Dieses Mal war die Resonanz auf die Ausschreibung nicht so gut. Ich habe mich aber sehr gefreut, dass eines meiner Lieblingsmodelle wieder mitmachen wollte.

Und so trafen wir uns also letztes Jahr im Oktober an einem Nachmittag zu einem Shooting bei mir. Da sie schon bei der ersten Auflage dabei war und wir schon ein paar mal miteinander Fotos gemacht haben, wussten wir beide wie der andere so tickt. Da auch in der Kommunikation vorher alles reibungslos lief, konnten wir nach dem Betrachten einiger Fotos, die die Richtung zeigen, in die die Fotos gehen sollten, auch zügig mit dem Fotografieren beginnen. Doch mitten im Shooting zeigte sich, dass wir eine Frage in der Vorbereitung anscheinend nicht geklärt hatten. Ich hatte mein Modell für Portrait- und Dessousaufnahmen angefragt und war dann nach dem zweiten Outfitwechsel etwas überrascht als sie plötzlich (fast) ohne Outfit vor mir stand. Da sie sich, nach eigener Aussage, ungeschminkt und unbekleidet sehr wohl vor der Kamera fühlt, war es auch für mich kein Problem nachher das Model-Release entsprechend anzupassen. Aus diesem Set stammen auch meine Lieblingsbilder des Shootings.

Was lernen wir daraus? Auch wenn alles klar scheint, lieber einmal zu oft nachgefragt als eine Frage offen zu lassen. Und fast noch wichtiger: Wenn sich das Modell wohl fühlt entstehen die besseren Bilder.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Licht. Überwiegend haben wir mit Tageslicht fotografiert. Nur beim Foto mit dem Hut kam noch mein LED-Dauerlicht mit Softbox zur Unterstützung dazu.

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