Triathlon, eine fotografische Herausforderung

Jedes Jahr im Juli findet im mittelfränkischen Roth der größte europäische Langstrecken-Triathlon statt. Langstrecke heißt, die Athleten hintereinander 3,8km schwimmend, 180km auf dem Fahrrad und eine klassische Marathonstrecke zurück. Umgangssprachlich sagt man da auch „Ironman-Distanz“ dazu. Da dies allerdings ein Markenzeichen der Gesellschaft ist, die das Rennen auf Hawaii veranstaltet und der deutsch Lizenznehmer das Rennen in Frankfurt ist, heißt die Triathlonveranstaltung in Roth seit einigen Jahren „Challenge Roth“.

Nachdem ich im vergangenen Jahr die Radstrecke als Teil einer Triathlon-Staffel hinter mich gebracht hatte, war klar, dass ich dieses Jahr wieder in Roth sein werde. Leider klappte es mit der Verbesserung der Zeit nicht, da mich eine Woche vor dem Rennen mein Rennrad abgeworfen hatte. Als Plan B machte ich mich also am 18.7. mit meiner Fotoausrüstung nach Roth auf um den Triathlon fotografisch festzuhalten. Neben allgemeinen Eindrücken sollten sich am Abend auch Reportagebilder mit den Kollegen der Keiper-Recaro-Gruppe auf den Speicherkarten befinden.

Die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an den Fotografen. Wobei ich beim Schwimmen schon an der Herausforderung des frühen Starts gescheitert bin. Soll heißen, bis ich an der Strecke war, waren alle Einzelstarter und die Mehrzahl der Staffelschwimmer schon aus dem Wasser, so dass ich mich direkt auf das Fotografieren des Radfahrens stürzte.

Beim Triathlon hat man als Fotograf den Vorteil, dass durch die zeitlich versetzten Startgruppen eigentlich ständig Radfahrer vorbeikommen. So kann man sehr gut verschiedene Techniken ausprobieren. Ich hatte überwiegend das AF-S VR 70-300 auf der D200. Der Autofokus stand auf AF-C und das Autofokus-Feld war fest auf den mittleren Kreuzsensor eingestellt. Bei den Mitziehern zielte ich auf den heranrauschenden Athleten und versuchte ihn (oder sie) an der gleichen Stelle im Sucher zu halten während ich die Kamera mit schwenkte und dabei meine Serien schoß.

Bei den frontalen Radfahrerportraits und auch später bei Laufen war die Vorgehensweise etwas anders. Die Kameraeinstellungen waren auch hier AF-C und fester AF-Sensor. Statt mit den Athleten mitzuschwenken, veränderte ich die Brennweite während sie auf mich zu kamen. Für die Bilder der Kollegen war das genau die richtige Vorgehensweise. Obwohl man beim Laufen mehr Zeit für die Aufnahmen hat, fand ich meine Aufnahmen dieser Disziplin überwiegend langweilig. Das kann aber auch daran liegen, dass mir das Radfahren als Sportart selbst näher liegt als das Laufen.

Im nächsten Jahr bin ich bestimmt wieder in Roth. Ob auf oder an der Strecke wird sich noch zeigen.

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