Eine Art Jahresrückblick

Bei Bloggern kann man zu zwei Anlässen eine verstärkte Neigung in die Vergangenheit zu blicken beobachten. Zum Jahreswechsel und zum Geburtstag des Blogs. Da ich vor einem Jahr dieses Blog hier gestartet habe und in wenigen Stunden das Silvesterfeuerwerk gezündet wird, kann ich ja quasi nicht anders als auf das letzte Jahr zurückzublicken.

Eine leibhaftige Ministerin

zumal von der CDU bekomme ich auch nicht jeden Tag vor die Linse. Wie kam es dazu, dass sich in meinem flickr-fotostream Bilder von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder befinden? Am Wochenende 20. und 21. März fand in Berlin das Politicamp 1.0 statt. Valentin Tomaschek, der Inititiator hatte mich gefragt, ob ich die Dokumentation des Politcamps übernehmen wollte. Da es mich reizte hier drei meiner Hobbys (Politik, Internet und Fotografie) zu kombinieren habe ich zugesagt.

Wenn einer eine Reise tut,

dann kauft er was zu lesen. So könnte das Motto meiner letzten Dienstreisen lauten. Da ich ungern auf den letzten Drücker einchecke, bleibt am Flughafen eigentlich immer genügend Zeit das Angebot im Zeitschriftenladen genauer nach lesenswerten Fotozeitschriften zu durchforsten. Dabei finde ich es besonders interessant, am ausländischen Zielflughafen vor dem Rückflug nach Zeitschriften zu suchen, die man hier kaum bekommt.
Lektüre

Analoge Spielerei?

Der Artikel auf SPON ist zwar schon etwas älter, da er aber unter dem Titel „Experten-Tipps: So gelingen analoge Foto-Experimente“ vorgibt sich mit der zeitloseren Art der Bilderstellung zu befassen, lohnt sich auch heute noch ein genauerer Blick.

Weil ich ja auch gerne noch Filme in Kameras packe und damit zum Fotografieren durch die Gegend ziehe, habe ich mich zunächst auch gefreut, dass sich ein solches Mainstream-Medium wie Spiegel online mit der silberbasierten oder analogen Fotografie beschäftigt. Der Teaser fängt auch schon gut an.

Alle Welt fotografiert digital, doch experimentierfreudige Hobbyfotografen schaffen mit Filmen und Analog-Kameras vom Flohmarkt außergewöhnliche Bildeffekte.

Alles billiger

Kaum eine Diskussion hält sich in den Fotoforen (z.B. in der fc) so hartnäckig, wie die Diskussion was nun „besser“ sei, die moderne Digitalfotografie oder die traditionelle silberbasierte Fotografie auf Film. Das sind dann die berüchtigten digital-vs.-analog-„Freds“.

Bei den Diskussionen über die Vor- und Nachteile der beiden Arten der Bildaufzeichnung braucht man nicht lange warten, bis ein Vertreter der elektronischen Fotografie das Kostenargument anführt. Schliesslich koste eine Digitalaufnahme „kein Geld“. Auch die Anhänger der traditionellen Art der Fotografie argumentieren gerne mit den günstigen Preisen der Kameragehäuse für Film.

Sie fotografieren noch analog?

Als ich neulich durch den Sucher meiner Nikon F3 in Ulm das Stadthaus anvisierte, sah ich im Augenwinkel wie neben mir ein Tourist seine mit ausgestreckten Armen Richtung Münster gehaltene Digitalkamera senkte und mich etwas verwundert anschaute. Nachdem ich das Bild im Kasten hatte, kam er herüber geschlendert und stellte mir die Frage aus der Überschrift.

Meine Antwort, „Was heißt hier noch? Wieder und immer mehr“ hat ihn dann doch überrascht.