Analog, digital? Sch…egal

Eine meiner sonntäglichen Gewohnheiten ist es, gemütlich bei einer Tasse Tee die Browserfruits auf kwerfeldein.de auf dem Tablett zu lesen. Dabei wurde ich an einem der letzten Sonntage an einen facebook-Beitrag von Benjamin Sieber erinnert, in dem er über eine Reaktion eines Menschen mit Digitalkamera auf eine facebook-Gruppenbeitrag zum Digitalisieren von Negativen schreibt. Nachdem ich mit dem Kopfschütteln fertig war, machte ich mir dann doch so ein paar Gedanken zum angerissenen Thema.

Besuch aus Pilsen

PolaroidIn der Zusammenarbeit mit Modellen trifft man, wie auch im richtigen Leben, immer wieder auf Menschen, mit denen man sehr schnell eine gemeinsame Basis findet. Zu diesen Menschen gehört für mich Jenni. Auch wenn die Kommunikation während unserer bisherigen Zusammentreffen im Studio im Rahmen von Model-Sharings auf Englisch stattfand, so waren die Bildergebnisse für die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit immer sehr gut. Wie man auch schon hier im Blog schon mehrfach sehen konnte.

Im Wohnzimmer

Nachdem der Teaser zum Wohnzimmer-Shooting mit C_G auch schon ein bisschen zurück liegt, sollte ich der Ankündigung auch mal Bilder folgen lassen.

Nun hatte ich zwischen August und November allerdings deutlich mehr Lust Filme zu belichten als diese auch zu entwickeln und zu scannen. Eine Möglichkeit wäre gewesen, zuerst die digitalen Aufnahmen zeigen können, um später die analogen nachzureichen. Das hätte auch noch den angenehmen Nebeneffekt gehabt, die Postingfrequenz im Blog zu erhöhen. Allerdings schaue ich im Fernsehprogramm auch kaum Mehrteiler an, da wollte ich beim Bloggen auch nicht damit anfangen.

Reisevorbereitungen

Reisen und Fotografieren ergänzen sich hervorragend. Entstanden bei mir früher die meisten Bilder im Urlaub, so verteilen sich meine fotografische Aktivitäten nun gleichmäßiger über das Jahr. Es kommt sogar vor, dass ich Ausflüge oder Kurzurlaube nur deshalb unternehme, weil es am Ziel interessante Motive gibt.

Je nach Entfernung zum Ziel bereite ich mich beim Erstbesuch mehr oder weniger intensiv vor. Ist das Ziel nah genug um es mit wenig Aufwand wieder zu besuchen, nutze ich den Erstbesuch für einen ersten Eindruck, der bei weiteren Besuchen vertieft wird. …

„Crossen“ mit PaintShop Pro

Es ist ja nicht so, dass erst seit der Erfindung von Photoshop und ähnlichen Programmen Bilder nach der Aufnahme verändert wurden. Zum Beispiel wurden Filme cross-entwickelt, um die Farbwiedergabe zu verändern. Dabei werden Diafilme wie Negativfilme und Farbnegativfilme wie Diafilme entwickelt. Die Stärke des Effekts ist dabei von der verwendeten Filmsorte und der Belichtung abhängig.

Wie fast alle analogen Filmeffekte wird auch diese Wirkung ganz gerne am PC nachempfunden. Beim Googeln findet man immer wieder Hinweise auf die Anleitung auf tutorials20.com.

Alles billiger

Kaum eine Diskussion hält sich in den Fotoforen (z.B. in der fc) so hartnäckig, wie die Diskussion was nun „besser“ sei, die moderne Digitalfotografie oder die traditionelle silberbasierte Fotografie auf Film. Das sind dann die berüchtigten digital-vs.-analog-„Freds“.

Bei den Diskussionen über die Vor- und Nachteile der beiden Arten der Bildaufzeichnung braucht man nicht lange warten, bis ein Vertreter der elektronischen Fotografie das Kostenargument anführt. Schliesslich koste eine Digitalaufnahme „kein Geld“. Auch die Anhänger der traditionellen Art der Fotografie argumentieren gerne mit den günstigen Preisen der Kameragehäuse für Film.

Sie fotografieren noch analog?

Als ich neulich durch den Sucher meiner Nikon F3 in Ulm das Stadthaus anvisierte, sah ich im Augenwinkel wie neben mir ein Tourist seine mit ausgestreckten Armen Richtung Münster gehaltene Digitalkamera senkte und mich etwas verwundert anschaute. Nachdem ich das Bild im Kasten hatte, kam er herüber geschlendert und stellte mir die Frage aus der Überschrift.

Meine Antwort, „Was heißt hier noch? Wieder und immer mehr“ hat ihn dann doch überrascht.

Der Appetit kommt mit dem Essen,

Zaunsagt man ja im Allgemeinen schon mal gern.

Heute hat sich der Spruch bei mir auf einem anderen Gebiet mal wieder bewahrheitet. Die letzten Tage hatte ich überhaupt keine Lust die Kamera in die Hand zunehmen und Bilder zu machen. Möglicherweise hatte auch das Wetter so seinen Anteil an dieser fotografischen Flaute.