Roh oder gekocht?

Ähnlich leidenschaftlich wie bei der Frage „analog oder digital“ wird in Fotoforen von Besitzern digitaler Spiegelreflexkameras gelegentlich die Frage nach der Verwendung des RAW-Formats diskutiert. Die Diskussionsverläufe zeigen eine Tendenz solche Fragestellungen eher digital oder binär zu betrachten. Also nur „Entweder-Oder“ statt auch mal ein „sowohl-als-auch“ zuzulassen.

Schaut man sich die Vor- und Nachteile der beiden „Dateiformate“ RAW und JPEG mal genauer an, findet man schnell heraus, dass es Situationen gibt, die vom einen besser als vom anderen abgedeckt werden. Das Dateiformat im vorigen Satz steht deshalb in Anführungszeichen, da es „das“ RAW-Format so gar nicht gibt. Es ist ein Sammelbegriff für die Dateiformate, in denen die Kameras die Rohdaten des Sensors weitgehend unbearbeitet auf die Speicherkarte schreiben.

„Crossen“ mit PaintShop Pro

Es ist ja nicht so, dass erst seit der Erfindung von Photoshop und ähnlichen Programmen Bilder nach der Aufnahme verändert wurden. Zum Beispiel wurden Filme cross-entwickelt, um die Farbwiedergabe zu verändern. Dabei werden Diafilme wie Negativfilme und Farbnegativfilme wie Diafilme entwickelt. Die Stärke des Effekts ist dabei von der verwendeten Filmsorte und der Belichtung abhängig.

Wie fast alle analogen Filmeffekte wird auch diese Wirkung ganz gerne am PC nachempfunden. Beim Googeln findet man immer wieder Hinweise auf die Anleitung auf tutorials20.com.