Sumo

Vor zehn Jahren brachte Helmut Newton mit dem Taschen-Verlag ein Fotobuch heraus, das alle bisher da gewesenen Dimensionen sprengte. Nun sind erstmals in einer Ausstellung der Newton-Stiftung alle 394 im Buch vertretenen Aufnahmen für alle zu sehen, die keines der 10.000 Bücher der limitierten Auflage zu Hause haben. Die Ausstellung findet im Berliner Museum für Fotografie statt und ist noch bis zum 17. Mai geöffnet.

Sumo-Ausstellung, Flyer und KarteAls ich Anfang November mal wieder geschäftlich in Berlin zu tun hatte, konnte ich es einrichten, vor der Rückreise in der Jebensstraße vorbeizuschauen.

Neben den Aufnahmen von Helmut Newton ist auch noch die Ausstellung „Three Boys from Pasadena“ mit Bildern von Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis zu sehen. Alle Drei haben als Assistenten mit Helmut Newton zusammengearbeitet. Gerade die farbige Serie von Just Loomis mit Bildern von der Straße gefiel mir dabei. Vielleicht auch, weil sie sich thematisch von den Bildern Newtons und der anderen absetzt.

Die Bilder von Helmut Newton zeigen Portraits, Modeaufnahmen und Aktbilder. Diese sind zum Teil freie Arbeiten aber doch überwiegend als Auftrag für Magazine oder Werbekampagnen entstanden. Auch wenn viele der gezeigten Aufnahmen schon vor über 20 Jahren fotografiert wurden, wirken Helmut Newtons Bilder alles andere als altmodisch. Anhand der Mode und Haartracht lassen sich die Aufnahmen dann doch einem Jahrzehnt zuordnen. Gerade bei den Aktaufnahmen fiel mir dann doch ein deutlicher Unterschied zu aktuellen Aufnahmen auf. Damals wurden die Haare eben nur auf dem Kopf und unter den Achseln geschnitten und abrasiert. ;-)

Die Bildauswahl aus bekannten Bildern und solchen, die vor Sumo noch nirgends veröffentlicht wurden empfand ich als sehr gelungen. Besonders faszinierend fand ich es dabei vor Großabzügen solcher Bildikonen wie „Here they come“ oder der Big Nudes-Serie zu stehen.

Wer vor dem 17. Mai in Berlin ist und sich für Fotografie interessiert, sollte sich die Ausstellung anschauen. Das Museum für Fotografie ist leicht zu finden. Es liegt direkt neben dem Bahnhof Zoo.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Erstausgabe gibt es Sumo jetzt als Sonderausgabe für das normale Bücherregal. Mal schauen, ob ich es mir noch nachträglich zu Weihnachten schenke. Wobei der Preis von 100€ doch etwas über meiner Grenze für Spontankäufe liegt.

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