Stempeln mit PaintShop Pro

Nachdem der Artikel zum Stempeleffekt in Photoshop immer noch gelesen und kommentiert wird, möchte ich mal zeigen, wie man einen ähnlichen Effekt mit PaintShop Pro (Photo X2) nachbauen kann. Es gibt da schon ein paar Unterschiede.

Aus dem Bild ohne Stempel soll das Bild mit Stempel werden.

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Neben dem Ausgangsbild brauchen wir dazu einen stempelähnlichen Schriftzug.

Ein üblicher Stempelabdruck zeichnet sich durch eine etwas verwaschene Wiedergabe des Motivs ab. Und durch einen nicht ganz gleichmäßigen Farbauftrag. Wie das mit PaintShop Pro auf recht einfache Weise so erstellt werden kann, dass man einen Stempel erkennt, davon handelt dieses kleine Tutorial.

Zunächst brauchen wir eine neue Datei. Über Datei > Neu im Menü oder mit Strg + N erhalten wir den folgenden Dialog
Grundeinstellung

Über Bild > Rand hinzufügen erweitern wir zunächst das Bild um einen weißen Rand.
Rand hinzufügen

Nachdem wir auf die gleiche Art noch einen schwarzen Rand hinzugefügt haben, kann der Text eingefügt werden.
Texteingabe

Mit dem Textwerkzeug schreiben wir nun den gewünschten Text mit Weiß in den Innenbereich des Rahmens. Wenn der Text als Vektorschrift eingefügt wird, was wegen der besseren Skalierbarkeit zu empfehlen ist, sollte Vordergrund- und Hintergrundfarbe die gleiche Farbe aufweisen.
Die Schriftgröße sollte nicht zu groß gewählt werden, wir passen die Größe später noch an.
Die gewählte Schriftart ist Geschmacksache. Handschriften eignen sich eher weniger als Stempelbeschriftung. Schriften, bei denen sich die Linienbreiten innerhalb der Buchstaben unterscheiden ergeben interessante Effekte.

Mit Hilfe des „Objektauswahlwerkzeugs“ (Auswahl durch Klick auf den Pfeil in der Leiste links oder durch Drücken des K auf der Tastatur) kann nun der Text in Länge und Höhe auf die gewünschte Größe gebracht werden. Ziehen an den Eckanfassern ändert beide Dimensionen proportional, durch Ziehen an den mittleren Anfassern kann jede Richtung individuell verändert werden.
Größe anpassen

Passt die Größe des Schriftzugs, sollte eine Kopie der Datei im PaintShop Pro-Format abgespeichert werden. Dies reduziert später den Aufwand den Text zu ändern. Für die nächsten Schritte muss der Text im Rasterformat vorliegen. Das erreichen wir am einfachsten durch Zusammenführen aller Ebenen. Entweder über das Menü (Ebenen > Einbinden > Alle zusammenfassen) oder das Kontextmenü in der Ebenenpalette.

Nun wenden wir den Weichplastik-Effekt mit den unten gezeigten Einstellungen an. Zu finden über Effekte > Textureffekte > Weichplastik.
tutorial-stempel-09

Über einen Schwellenwertfilter (Anpassen > Helligkeit und Kontrast > Schwellenwert) kann das Aussehen der Kanten beeinflusst werden. Kleinere Pixelhäufungen können wir dabei vernachlässigen. Um die kümmern wir uns beim nächsten Schritt.
Schwellenwert

Über den Gaußschen Weichzeichner (Anpassen > Bildschärfe verringern > Gaußscher Weichzeichner) mit kleinem Radius werden die Kanten geglättet.
Weichzeichnen

Auf den ersten Blick sieht das schon ganz gut aus. Jetzt fehlt nur noch der nicht ganz homogene Farbauftrag eines richtigen Stempels. Also dieses etwas poröse Aussehen der farbigen Flächen. Dies können wir über die Texturen in PaintShop Pro erreichen.

Über Effekte > Textureffekte > Textur rufen wir das entsprechende Dialogfeld auf.
Altes Papier
Die Textur, die ich gewählt habe, nennt sich Altes Papier. Durch Erhöhen des Tiefe-Wertes kann die Stärke des Effekts beeinflusst werden.

Über eine erneute Anwendung des Schwellenwert-Filters legen wir die Zahl und Größe der „Poren“ im Stempelabdruck fest.
Schwellenwert zum Zweiten

Fast fertig. Nun können wir den mit dem Zauberstab (den Haken bei Zusammenhängend bei den Optionen entfernen) den Stempelabdruck auswählen und in das Zielbild kopieren. Oder falls es gewünscht ist, vorher noch die Farbe über Anpassen > Farbton und Sättigung > Farbton/Sättigung/Helligkeit (Shift + H) ändern.
Farbänderung

Das Ergebnis ist vielleicht kein perfekter Stempelabdruck, aber sicher als solcher zu erkennen. Und mehr wollte ich damit auch nicht erreichen.

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