Sie fotografieren noch analog?

Als ich neulich durch den Sucher meiner Nikon F3 in Ulm das Stadthaus anvisierte, sah ich im Augenwinkel wie neben mir ein Tourist seine mit ausgestreckten Armen Richtung Münster gehaltene Digitalkamera senkte und mich etwas verwundert anschaute. Nachdem ich das Bild im Kasten hatte, kam er herüber geschlendert und stellte mir die Frage aus der Überschrift.

Meine Antwort, „Was heißt hier noch? Wieder und immer mehr“ hat ihn dann doch überrascht.

Die Frage nach den Vorzügen der analogen Bildaufzeichnung über Film gegenüber der modernen, digitalen Form kann, in den richtigen Foren gestellt, zu ausufernden Diskussionen führen. Das hat dann hin und wieder etwas von einem Glaubenskrieg. Die dabei am häufigsten aufgeführten Argumente Pro-Silikonchip sind die Kosten und die Geschwindigkeit. Auch die Anhänger der silberbasierten Fotografie führen die Kosten als Vorteil ins Feld. Auch der subjektiv bessere Bildeindruck speziell bei Schwarz-weiß-Aufnahmen wird recht häufig genannt.

Recht selten wird der Beweggrund aufgeführt, der mich zur Filmrolle greifen lässt:

Es macht einfach Spaß. Und spannend ist es auch, da man ja nicht unmittelbar nach der Aufnahme kontrollieren kann, ob alles so gelungen ist, wie man es sich beim Druck auf den Auslöser vorgestellt hat.

Auf Aphog.de gibt es eine recht ausführliche Zusammenstellung Stärken und Charakteristika der klassischen Silberhalogenid-Fotografie aus der Sicht der analogen Fraktion. Da finden sich auch noch weitere Aspekte, auf die ich hier nicht weiter eingehen will.

Eine Antwort auf „Sie fotografieren noch analog?“

  1. Ich finde auch, dass die analoge Fotografie etwas spannendes hat. Es macht einfach Spaß Motive heraus zu suchen und diese so gut wie möglich zu fotografieren. Das herumexperimentieren mit der analogen Kamera macht einfach sehr viel Spaß.

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