Reisevorbereitungen

Eiffelturm im Nebel© hassan bensliman – Fotolia.com

Reisen und Fotografieren ergänzen sich hervorragend. Entstanden bei mir früher die meisten Bilder im Urlaub, so verteilen sich meine fotografische Aktivitäten nun gleichmäßiger über das Jahr. Es kommt sogar vor, dass ich Ausflüge oder Kurzurlaube nur deshalb unternehme, weil es am Ziel interessante Motive gibt.

Je nach Entfernung zum Ziel bereite ich mich beim Erstbesuch mehr oder weniger intensiv vor. Ist das Ziel nah genug um es mit wenig Aufwand wieder zu besuchen, nutze ich den Erstbesuch für einen ersten Eindruck, der bei weiteren Besuchen vertieft wird. Beispiele für solche Ziele sind Nürnberg oder Bamberg, die in einer Stunde über die Autobahn zu erreichen sind. Berlin gehört für mich auch dazu, da ich über die A9 in etwa 3 Stunden in der Bundeshauptstadt und auch die dortigen Hotels bei einem Wochenendaufenthalt kein allzu tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen.

Ist aber der Aufwand für die Reise höher, bereite ich ich mich im Vorfeld intensiver vor. Das heißt, ich lese ganz klassisch Reiseführer und Reisemagazine wie Geo spezial oder Merian. Und da es um auch um fotografische Ziele geht, schaue ich mir auch Bilder auf flickr, in der fotocommunity oder in Blogs an. Auf diese Art und Weise habe ich schon eine recht genaue Vorstellung, was ich mir anschauen möchte, wenn ich am Reiseziel ankomme. Schließlich gibt es an jedem Reiseziel Sehenswürdigkeiten, die man sich angeschaut haben sollte, wenn man nicht nur auf der Durchreise vor Ort ist. Diese Pflichtziele packe ich dann auf eine Liste in mein Reise-Moleskine. Allerdings gehe ich nicht so weit, einen festen Plan aufzustellen, was ich wann anschauen werde. Eine gewisse Flexibilität um auf das Wetter oder etwaige Einschränkungen vor Ort reagieren zu können, ist für mich wichtig.

Mit dieser Herangehensweise kam ich in den letzten beiden Jahren zu einer aus meiner Sicht guten Mischung aus „Pflichtbildern“ und sonstigen Eindrücken aus Venedig.

Gerade stecke ich mitten in den letzten Vorbereitungen auf eine Fotoreise nach Paris. Bei den Blogs fand ich bei Christoph, der gerade in Paris war, Inspirationen und auch hilfreiche Informationen in den Kommentaren. Dabei fand ich den Hinweis von Henning auf den Streetphoto-Blog von Yanidel sehr gut. Dieser stellt unter der Überschrift „Where to shoot in Paris“ seine bevorzugten Aufnahmeorte für Streetaufnahmen vor. Dabei geht er auf die Eigenheiten ein und macht Vorschläge zur Tageszeit und den idealen Brennweiten.

Ich werde ab Dienstag ein paar dieser Orte aufsuchen und testen was seine Vorschläge wert sind. Seine Bilder im Blog sprechen dafür, dass es sich lohnen kann. Bilder aus Paris wird es dann auch hier zu sehen geben.

5 Antworten auf „Reisevorbereitungen“

  1. Da möchte ich auch mal wieder hin, das letzte mal war ich dort vor 4 Jahren. Ich reise auch viel mit dem Hintergrund zu fotografieren. Vorbereiten tue ich mich dazu aber nie großartig. Ich lasse mich viel mehr immer Treiben… für mich ist es auch völlig normal, wenn ich wo im Urlaub bin, dass ich morgens freiwillig um 6:30 Uhr aufstehe und dann bis weit in die Nacht die Stadt erkunde.

    Meistens hole ich mir vom ADAC einen Stadtplan, wo alle Sehenswürdigkeiten aufgeführt und beschrieben werden und die laufe ich dann nach Zahlen ab. ;)

    Wünsche dir schöne Tage in Paris!

  2. Olli, danke

    In Prag war ich dieses Jahr auch eher ziellos unterwegs. Man bekommt so auch einiges zu sehen. Allerdings habe ich mich hinterher geärgert, dass ich ein paar Sehenswürdigkeiten (z.B. die astronomische Uhr) knapp verfehlt habe. Das möchte ich jetzt in Paris vermeiden.

  3. Ganz nach Plan geht es, wie bei dir, bei meinen Reisevorbereitungen auch nicht. Ich pflege es ebenso eine Reihe mir wichtiger Ziele zu sammeln, mir aber noch Zeit für spontane Ausflügen ect. offen zu halten.

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