Plan B

Wenn man ein Outdoor-Shooting plant, ist man als Fotograf gut beraten, die Möglichkeit mit zu berücksichtigen, dass das Wetter nicht mitspielt. Das gilt besonders im diesjährigen, so genannten, Sommer. Man kann also bei der Planung gleich einen Ausweichtermin mit vorsehen oder eine wettersichere Ausweichlocation in der Hinterhand haben. Da es am Ausweichtermin auch regnen, hageln, stürmen oder schneien kann, ist die Ausweichörtlichkeit die bessere und damit planungssichere Variante. Schließlich ist es auch möglich, dass man das Shooting nicht verschieben kann (oder will).

Als ich vorletzte Woche ein Shooting im Freien geplant hatte, wollte sich Petrus nicht am Künstlernamen meines Modells (Sonnenschein88) orientieren und öffnete pünktlich eine Stunde vor dem geplanten Beginn die Schleusen. Also haben wir uns kurzfristig abgestimmt und das Shooting vom Grünen Hügel in mein Wohnzimmer verlegt.

Kaum hatte ich das Wohnzimmer zum Behelfsstudio umgebaut lockerten die Wolken soweit auf, dass es im Gegensatz zu bisherigen Aufnahmen in Wohnzimmern und vergleichbaren Orten ausreichte die Empfindlichkeit der Digitalkamera auf ISO 400 hoch zu drehen und Tri-X und Portra400 in die Hasselblad einzulegen. Später musste sogar der Diffusorteil des Faltreflektors dafür sorgen, dass die Sonne keine zu kontrastreiche Beleuchtung lieferte.

Die Zeit, die ich brauchte um meinen Stoffhintergrund aufzubauen, reichte nicht ganz um mich auf die geänderte Situation einzustellen. Schließlich sind Indoor nicht die gleichen Bildideen umsetzbar wie Outdoor. Aber nach den ersten Aufnahmen hatten mein bezauberndes Modell und ich uns auf einander eingestellt und es entstanden viele, wie ich meine, ansprechende Aufnahmen.

Hier eine Auswahl:

5 Antworten auf „Plan B“

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