Pariser Reiseimpressionen

Die Reise nach Paris, über deren Vorbereitung ich ja hier schon geschrieben hatte, liegt nun auch schon 3 Wochen zurück. Da hätte ich doch eigentlich genügend Zeit haben können die Digitalbilder hochzuladen und von den Erlebnissen zu berichten. Wenn das nur immer so einfach wäre…

Kaum in Paris angekommen, bezog ich mein Zimmer im verkehrsgünstig, aber ruhig gelegenen Hotel Soft im 10e Arrondissement, schnappte mir die D200 und die F100 und zog los. Zunächst zum malerischen Canal St. Martin und dann weiter über den Place de la Republique zum Place des Vosges und durch das Marais-Viertel zum Sammeln erster Eindrücke.

Da ich mit dem TGV angereist war, musste ich mich bei der Auswahl der mitgenommenen Ausrüstung an keine Gewichtsbeschränkungen halten, so dass neben den oben erwähnten Nikons auch noch die Hasselblad dabei war. An den folgenden Tagen blieb die Digitale im Hotel und ich erkundete Paris mit den mitgebrachten Analogkameras. Das Scannen der 40(!) Filme wird wohl noch ein Weilchen dauern, zumal auch noch einige Filme aus Venedig auf die Entwicklung warten. Aber das ist eine andere Geschichte. Neue Bilder werde ich hier und im entsprechenden Flickr-Album nach und nach ergänzen.

Beim Erkunden von Paris bin ich nicht ganz so generalsstabsmäßig vorgegangen, wie man es vielleicht anhand des Vorbereitungsbeitrags vermuten könnte. Nachdem ich mich für ein Viertel für den Tag entschieden hatte, nahm ich mir ein paar Sehenswürdigkeiten dort als feste Anlaufspunkte vor, die ich unbedingt besuchen wollte. Ansonsten ließ ich die Motive einfach auf mich zukommen. Man könnte das als geplantes Herumstreifen bezeichnen.

Bevor ich hier für jeden Tag einen langatmigen Erlebnisaufsatz abliefere, kommen jetzt ein paar stichwortartige Punkte, die mir zu Paris aufgefallen sind.

  • Mit dem TGV kommt man aus Süddeutschland schnell und komfortabel nach Paris. Der Preis war auch sehr in Ordnung.
  • Der Kaffee zum Frühstück machte mir sofort klar, warum die Franzosen in der Regel morgens Milchkaffee trinken.
  • Die Schlangen am Eiffelturm und an den Türmen von Notre-Dame sind auch Ende Oktober recht lang.
  • Ein schöner und kostenloser Aussichtspunkt ist die Dachterrasse vom Institute du Monde Arabe. Man kann da im Selbstbedienungsrestaurant auch preiswert arabisch essen.
  • Es stehen überall, außer am Champs d’Elyssee in der Nähe des Präsidentenpalastes, ausreichend Mülleimer herum. Einerseits ein Segen, wenn man z.B. Filmverpackungen wegwerfen will. Andererseits ein Fluch, weil dauernd so ein Ding störend im Bild auftaucht.
  • Die Tuilerien-Gärten zwischen Place de la Concorde und Louvre sind ein schöner Platz zum Entspannen. Auch fotografisch findet man da viele Gelegenheiten
  • Vom Musée d’Orsay hatte ich mir mehr versprochen. Das halbe Museum war wegen Umbaumaßnahmen gesperrt und überall standen Fotografie-Verbotsschilder und Aufseher. Das Restaurant ist allerdings klasse.
  • Die Treppe in der Metro-Station Abbesses auf Montmartre ist verdammt lang. Der Eingang mit seinem Jugendstil-Bogen ist dafür sehr fotogen.
  • Mit ein paar Brocken Französisch und Englisch kommt man ganz gut zurecht. Ich hatte immer zuerst versucht mein Anliegen auf Französisch zu formulieren, wenn das nicht so recht geklappt hatte, ging es eben mit Englisch weiter.

Mein Fazit: Ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Paris.

Eine Antwort auf „Pariser Reiseimpressionen“

  1. Hallo,
    die Paris-Bilder sind großartig. Habe den Text erst nicht gelesen und dachte, dass es um die Vorstellung eines Buches ginge. Wirklich sehr stimmungsvolle Fotos!
    Viele Grüße
    Carsten

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