Nikon EM

Es ist Freitag und somit mal wieder Zeit für ein wenig Camera Porn ;-).

Diesmal möchte ich die Nikon EM vorstellen, eine kleine handliche Spiegelreflexkamera, die der Firma Nikon geholfen hatte neue Käuferschichten zu erschließen. Waren die Nikon-Kameras zuvor speziell für die Profis und ambitionierten Amateure entworfen, war die EM 1979 die erste Nikon, die auch für Hobbyfotografen gedacht war, die nicht soviel Geld ausgeben wollen. Heute würde man wohl von einer Einsteigerkamera reden.

Die EM galt als „Plastikkamera“, weil die obere Abdeckung aus Kunststoff gefertigt war. Das Gehäuse selbst besteht jedoch aus einer Metalllegierung. Beim Fotografieren mit der EM finde ich es eher störend, dass die Belichtung nur über die Zeitautomatik gesteuert wird, die keinen Messwertspeicher aufweist. Die einzige Möglichkeit, die von Nikon zur Belichtungsanpassung vorgesehen wurde ist die Gegenlichttaste, die die Belichtung um 2 Blendenstufen in Richtung Überbelichtung verstellt. Feinere Abstufungen lassen sich nur umständlich durch Verstellen der Filmempfindlichkeit erreichen.

Da es neben der A-Stellung nur noch zwei weitere Einstellmöglichkeiten (M90 für eine mechanische 1/90s Notzeit und B für Langgzeitbelichtungen) gibt, existiert auch kein rein manueller Modus an der EM. Das wurde erst bei der FG 3 Jahre später möglich.

Wie jeder weiß, der sich mit der Fotografie als Hobby oder Beruf beschäftigt, ist es mit der Anschaffung der Kamera alleine noch nicht getan. Richtig teuer kann es mit den Objektiven werden. Deshalb kam zusammen mit der EM auch noch eine eigene günstiger Objektiv-Serie, die Serie E, auf den Markt. Diese hatten kein aufwändiges Metallgehäuse und galten deshalb nicht als so hochwertig wie die Nikkore. Weshalb die Beschriftung auf den Objektiven auch „Nikon LENS – SERIES E“ lautet. Trotz des Plastikfeelings, das die Objektive verbreiten, fällt die optische Leistung kaum hinter die der „Profi-Linsen“ zurück. Einige wie das 75-150/3,5 oder das 100/2,8 haben sogar einen ausgesprochen guten Ruf.

Die EM auf dem Foto ist mit dem „Kitobjektiv“ der damaligen Zeit, einem 50/1,8 Serie E ausgestattet. Dazu kommen der Winder MD-E, der 2 Aufnahmen pro Sekunde ermöglicht und ein SB-E Blitzgerät. Dieses aktiviert bei Blitzbereitschaft automatisch die Blitzsynchronisationszeit und lässt ein Licht im Sucher aufleuchten um dieses dem Fotografen zu signalisieren.

Weitere Informationen zur EM finden sich z.B. bei mir.com oder Peter Lausch.

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