Kalender von Whitewall

Kalender-Deckblatt
Deckblatt
Wer jetzt nicht nur zufällig auf diesen Beitrag gestoßen ist, sondern hier öfter mal vorbeischaut, hat sicherlich schon bemerkt, dass ich jedes Jahr einen Kalender erstelle. Ein Exemplar kommt bei mir an die Wand und über die anderen beiden freuen sich zu Weihnachten mein Bruder und ein weiterer Verwandter. Eigentlich war ich auch mit der Qualität, die die bisherigen Anbietern geliefert hatten, sehr zufrieden. Doch dann habe ich auf der Photokina im vergangenen Jahr auf dem Stand von Whitewall neben verschiedenen anderen Produkten (Fotobücher und Ausbelichtungen) auch deren neues Kalenderangebot angeschaut. Das hatten sie damals auf der Messe das erste Mal präsentiert, bestellbar war es dann erst später, aber immer noch mit genügend Zeitreserve vor Weihnachten.

Mir hatte es besonders das als Naturpapier bezeichnete, offenporige, matte Papier angetan. Da war ich mir auf der Messe sehr sicher, dass mein Kalender 2017 auf diesem Papier gedruckt wird. Obwohl ich mir auch bei den Fotobüchern sicher war, dass ich eines von Whitewall erstellen lasse, habe ich bisher tatsächlich nur den Kalender dort bestellt. Speziell die Softtouch-Oberfläche der Buch-Cover macht schon was her.

Titelblatt
Aber hier soll es ja um den Kalender gehen. Nachdem ich mit Lightroom meinen analogen Bildbestände erfolgreich nach geeigneten Material für den Kalender durchforstet hatte, ging es zunächst an die Auswahl der Bilder und dann an das Festlegen der Reihenfolge. Hierzu hatte ich, wie schon in den Jahren zuvor, eine eigene Sammlung für den Kalender angelegt. Nachdem ich nur meine 12 Bilder für 2017 in der Sammlung hatte, musste ich nur die Sortiermethode im Bibliotheksmodul auf „Benutzerdefinierte Reihenfolge“ umstellen um die Bilder mit der Maus in die gewünschte Anordnung zu verschieben. Danach lies ich sie beim Export passend umbenennen (Benutzerdefiniert: {Folgenummer (01)»}-2017_{Dateiname»}) und in voller Auflösung in einen passenden Ordner schreiben. Und auch gleich noch in der verkleinerten Fassung für das Blog in einen weiteren Ordner. Als Farbraum war sRGB eingestellt, obwohl die Bilder alle in Schwarzweiß vorlagen. Damit hatte ich bisher beim Bestellen von Büchern und Kalendern die besten Erfahrungen gemacht.

Spiralbindung
Nach diesen Vorbereitungen konnte ich an die Erstellung des Kalenders gehen. Bei Whitewall erstellt man den Kalender direkt online. Diese Vorgehensweise ziehe ich bei Kalendern dem Installieren einer extra Software vor. Auf der entsprechenden Unterseite der Homepage kommt man direkt zum Gestaltungstool. Es empfiehlt sich vorher schon ein passendes Design auszusuchen, auf dessen Grundlage der Kalender erstellt wird.

Da ich eine recht schlichte Gestaltung mit ausrechend Platz für die Bilder wollte, habe ich mich für „Rustikal (weiß)“ und, passend zu den Fotos aus der Hasselblad, das große Quadrat beim Format entschieden. Dazu erschien mir die weiße Spiralbindung als die passendste Option. Diese gibt es auch noch in schwarz und silber. Dazu wählte ich noch das Naturpapier aus. Diese Auswahl muss man vor der Erstellung treffen, da wenn ich das richtig gesehen habe nicht alle denkbaren Kombinationen aus den Optionen auch bestellbar sind.

Kalendarium
Das Erstellen des Kalender läuft wie man es erwarten kann ab. Nach dem Upload der Bilder kann man im Editor eine Seite nach der anderen mit den Bildern befüllen. Das Kalendarium lässt sich nicht anpassen, weshalb die Auswahl des passenden Designs im Vorfeld wichtig ist. Das Textfeld auf dem Titelblatt lässt dagegen sich frei bewegen und auch eine passende Schrift auswählen. Beim Befüllen der Monatsblätter hätte ich mir einen Knopf gewünscht, der das Bild nach Größenänderungen automatisch zentriert. Mit den automatisch eingeblendeten Hilfslinien beim Verschieben des Fotos kann man aber auch arbeiten und kann das Bild mittig platzieren. Bei der Gestaltung online ist es ganz hilfreich, dass man den Bearbeitungsstand bei Bedarf zwischenspeichern kann, so dass nichts verloren geht. Es gibt auch einen Schalter, der die Fotos automatisch auf die Blätter verteilt. Ich ziehe es aber vor dies selbst zu tun und habe diese Funktion nicht getestet.

Hat man alle Kalenderblätter befüllt, geht es zum Bestellvorgang. Dieser läuft so unspektakulär ab, dass ich mir keine Einzelheiten dazu gemerkt habe. Die Kalender werden, wenn ich mir das richtig gemerkt habe, einzeln in einer Plastiktüte verpackt. Die Umverpackung ist, wie man es erwartet, stabil und so kamen die Kalender rechtzeitig vor Weihnachten unbeschädigt bei mir an. Die Druckqualität meines Kalenders hat mich, wie auch schon die der Muster-Kalender auf der photokina, überzeugt. Positiv überrascht hat mich das stabile Pergamentpapier, das als Deckblatt das Titelmotiv zusätzlich schützt.

Als Fazit kann man zusammenfassen, dass Whitewall hier einen qualitativ hochwertigen Kalender anbietet, der allerdings auch seinen Preis hat. Ich möchte ihn nicht als teuer bezeichnen, schließlich bekommt man einen entsprechenden Gegenwert geliefert. Das Preisniveau liegt aber schon über dem der Foto-Kalender, die man sich z.B. im Drogeriemarkt bestellen kann.

Die Frage, ob ich den Kalender für 2018 wieder bei Whitewall bestellen werde ist nicht ganz eindeutig zu beantworten. Ginge es nur um einen Kalender für meine Wand, wäre die Sache klar. Da aber noch zwei weiter Exemplare bestellt werden müssen, deren Empfänger die feinen Unterschiede bei Druck und Papier eher nicht würdigen, liegt die Wahrscheinlichkeit der Bestellung bei Whitewall im Moment bei unter 50%.

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