Inspiration auf Papier

Als Fotograf ist man ja immer bewusst oder unbewusst auf der Suche nach Anregungen. Dabei haben sich Bilder guter Fotografen als funktionierende Inspirationsquelle für mich herausgestellt. Und da bevorzuge ich den Bildeindruck eines gedruckten Bildes gegenüber der Präsentation auf Bildschirmen. Eine Folge dieser Grundhaltung ist die steigende Anzahl an von Bildbänden belagerten Regalmetern im Wohnzimmer.

Beim Suchen interessanter Bildbände werde ich auch in anderen Blogs fündig, wie ich hier ja schon einmal erwähnt habe. Nun hat neulich der Stilpirat Steffen Böttcher einen Bildband mit Portraits erwähnt, den er bei Zweitausendeins erworben hat. Da war es eine fast schon schicksalhafte Fügung, dass mich zwei Tage später der Weg vom geparkten Auto zur Boutique für Kaffeekapseln am Nürnberger Ladengeschäft dieses Spezialisten für günstige Bücher vorbei führte.

Die Gelegenheit das Bildband „Created Equal“ des amerikanischen Fotografen Mark Laita in Augenschein zu nehmen, konnte ich mir nicht entgehen lassen. Und ich war sowohl von der Aufmachung des Buches als auch von den Bildern schwer beeindruckt. Beim günstigen Preis von 14,95€ konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe das Buch gekauft. Wer sich einen Eindruck von den großformatigen Bildpaaren machen will, findet beim Stilpiraten und auch bei Mark Laita selbst Beispiele.

Beim Stöbern bin ich noch auf ein weiteres Buch gestoßen, das mich schon beim ersten Blättern begeistert hat. Ebenfalls mit 14,95€ ausgezeichnet, habe ich mir „Beyond the image“ von Tom Fährmann ebenfalls gekauft. Bei der Beschreibung leihe ich mir mal einen Satz aus der Buchbeschreibung bei zweitausendeins:

Tom Fährmann beschrieb sein Projekt als „Versuch, Menschen aus ihrer sozialen und beruflichen Tarnung zu lösen“.

Anders als Laita, dessen Bildpaare durch die Gegensätze in der Kleidung und dem Auftreten wirken, zeigt Fährmann Menschen, wie sie sind. Also ohne jegliche (Ver-)Kleidung, Make-up und Schmuck. Die Portraitierten zeigen sich nackt vor der Kamera, ein Stuhl und ein neutraler Hintergrund sind die einzigen Requisiten, die verwendet werden. Tom Fährmann ließ die Menschen aus seinem Bekanntenkreis vor der Kamera weitgehend unbeeinflusst agieren. Dadurch und durch den Verzicht auf jegliche Statussymbole entstanden über mehrere Jahre sehr intensive Portraits. Auf der Homepage von Tom Fährmann bekommt man anhand einiger Bildbeispiele einen recht guten Eindruck davon, was einen beim Bildband erwartet. Für mich ein klarer Kauftipp.

Ach ja, die Rechnung für die Bücher war niedriger als die für die Kaffeekapseln. Beide Einkäufe ergänzen sich allerdings hervorragend. Schließlich kann man beim Blättern im Bildband sehr gut einen (N)Espresso dazu genießen.

3 Antworten auf „Inspiration auf Papier“

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