Im Archiv stöbern lohnt sich

Während ich neulich Filme einscannte, blätterte ich so nebenbei durch mein Bildarchiv in Lightroom. Dabei hatte es mir der Ordner vom Besuch im Mercedes-Benz-Museum besonders angetan. Bei diesem Museum sind nicht nur die ausgestellten Fahrzeuge ein Hingucker, auch die Architektur ist sehr sehenswert. Für private Zwecke darf sogar mit Stativ fotografiert werden.

Bei der links zu sehenden Aufnahme blieb ich hängen. Hatte ich beim ersten Sichten damals im Januar das Bild als eher uninteressant eingestuft, faszinierten mich jetzt das Zusammenspiel der verschiedenen Linien und der Spiegelungen. Allerdings war mir das ganze etwas zu flau.

In der Bearbeitung habe ich also zunächst über den Schwarzwert die Tiefen etwas knackiger gestaltet. Auch der Klarheit-Regler wirkt hier in diese Richtung. Die Veränderungen bei Dynamik und Sättigung dienten der Vorbereitung der Umwandlung in Schwarzweiß. Hier bietet Lightroom mehr Einflussmöglichkeiten als der Kanalmixer in z.B. Paintshop Pro. So konnte ich über die Grün- und Aquamarin-Regler die Darstellung der Spiegelungen im Glas sehr gut nach meinen Wünschen anpassen. Über die Gradationskurve habe ich dann noch den Kontrast insgesamt erhöht.

Ganz zufrieden war ich mit dem Ergebnis immer noch nicht. Irgendwie kamen der einsame Besucher und sein Spiegelbild nicht richtig zur Geltung. Ein probates Mittel in solchen Fällen ist das Wegschneiden überflüssiger Bildbereiche. Hier habe ich zum Quadrat geschnitten und gleichzeitig noch einen kleinen Schrägstellung behoben. Nach dem Export kam in Paintshop Pro noch eine Ebene für die Kornsimulation hinzu. Die neue Funktion in Lightroom 3 ist für meinen Geschmack noch nicht genügend anpassbar.

Auf flickr gibt es das Bild auch noch in einer größeren Auflösung zu sehen.

3 Antworten auf „Im Archiv stöbern lohnt sich“

  1. In der Tat ein sehr interessantes fesselndes Bild. Stöbere auch gerne in meinem Archiv und meine Motto lautet – Bilder nicht so schnell löschen… ;)

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