Ein Jahr in Akten

Anders als die Überschrift vermuten lässt, geht es hier nicht um Ablagetechniken für Unterlagen. Vielmehr habe ich dieser Tage bei der Suche nach einem Bild in Lightroom festgestellt, dass ich mich vor ziemlich genau einem Jahr zum ersten Mal an das Thema Akt heran gewagt habe. Da drängt sich Rückblick ja geradezu auf. Zumal sich so auch die Möglichkeit bietet, viele Bilder schöner Frauen zu zeigen.

Als vorweg genommenes Fazit kann ich schon mal sagen, dass ich in diesem Jahr bei den verschiedenen Shootings Einiges gelernt und mich auch fotografisch weiterentwickelt habe. Wäre allerdings auch schlecht, wenn das nicht so wäre. Also versuche ich mal, ein paar dieser gemachten Erfahrungen hier weiterzugeben.

So habe ich bei all den Workshops, Sharings und selbst organisierten Shootings für mich festgestellt, dass mir meine Ergebnisse mehr zusagen sind, wenn ich mehr Zeit am Stück mit dem Modell verbringen kann. Das gibt mir und dem Modell mehr Gelegenheit uns auf einander einzustellen und Bildideen gemeinsam umzusetzen.

Dieses Auf-Einander-Einstellen könnte man als Kennenlernen im Schnelldurchlauf bezeichnen. Und das geht am besten, wenn man sich, nicht nur im übertragenen Sinn, auf Augenhöhe begegnet. Besteht dann auch noch bei den ersten Einstellungen bei der Menge der Kleidungsstücke kein zu großes Ungleichgewicht zwischen Modell und Fotograf, kann das Shooting in entspannter Atmosphäre starten. Deshalb beginne ich im Normalfall das Shooting mit Portraitaufnahmen und nähere mich über Dessous- und Teilaktaufnahmen den klassischen, also komplett unbekleideten, Aktbildern. Dabei habe ich schon mehrfach festgestellt, dass die erotische Wirkung weniger von der Menge der gezeigten Haut sondern mehr von der Ausstrahlung des Modells abhängt.

Dies gilt natürliche besonders bei den selbst organisierten Shootings. Hier habe ich von der Suche nach einem passenden Modell und einer geeigneten Örtlichkeit, um den modernen englischen Begriff Location zu vermeiden, alles selbst in der Hand. D.h. hier bin ich komplett für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. Anders sieht es bei den Model-Sharings aus. Hier organisiert ein anderer Fotograf, meist ein Studio-Eigner, das Modell. Der Ort ist auch vorgegeben. Und bei den Sets, Lichtsetzungen und Outfits des Modells muss man sich mit den anderen anwesenden Fotografen einig werden. Es sei denn, ich habe mich bei einem Sharing angemeldet, bei dem ich das Modell für eine oder zwei Stunden am Stück zur Verfügung habe. Das mache ich zwischendurch ganz gerne, weil ich nicht immer Zeit und Lust für den ganzen organisatorischen Aufwand habe. Auch kommt es so hin und wieder zu Shootings mit Modellen, die ich vermutlich selbst nie angeschrieben hätte. So hätte ich vor einem Jahr nie gedacht, dass ich mal ein tschechisches Modell fotografieren würde, das schon in Playboy und Penthouse zu sehen war. Es handelt sich dabei um Jenni, die auch auf dem Aufmacher zum Beitrag zu sehen ist.

Bei den zwei Stunden mit ihr war ich gezwungen die ganzen Posing-Anweisungen auf Englisch zu geben. Erstaunlicherweise lief dadurch die ganze Konversation sehr flüssig. Wahrscheinlich auch, weil ich mir im beruflichen Umfeld angewöhnt habe, in englischen Konversationen eher zu viel zu reden als zu wenig. Dadurch entstehen m.E. weniger Missverständnisse, weil der Gesprächspartner aus dem Kontext leichter die gewollte Aussage entnehmen kann, als wenn er nur auf wenige, womöglich falsch angewendete, Worte zurückgreifen kann.

Allerdings muss ich zugeben, bei Shootings immer noch eher zu wenig zu reden. Das ist ein Bereich, bei dem ich noch „Luft nach oben habe“. Auch wenn es von Shooting zu Shooting besser wird und die meisten Modelle es einem verbal zurückhaltenden Fotografen auch leicht machen trotzdem zu guten Bildern zu kommen, indem sie auf ihr „Standardposen-Programm“ umschalten. Wobei so die Bilder, die man sich als Fotograf vorgenommen hat, eher nur zufällig entstehen. Deshalb halte ich zwischenzeitlich die Kommunikation zwischen Fotograf und Modell für einen der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des Shootings.

Ebenso hat natürlich das Modell einen großen Einfluss. Dabei durfte ich die Erfahrung machen, dass die Modelle, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, durch die Bank sympathisch, engagiert und überhaupt nicht zickig sind. Dies steht im Gegensatz zu gewisser Vorurteile, die durch einschlägige TV-Sendungen noch verstärkt werden. Aber wir wissen ja hoffentlich alle, dass Fernsehsendungen nur bedingt etwas mit der Realität zu tun haben.

Ich könnte jetzt noch vieles über das Suchen und Finden der geeigneten Modelle, deren Honorierung und diverse andere Dinge rund um das Fotografieren schöner, wenig bekleideter Frauen schreiben, aber das liest ja eh keiner, weil hier jetzt eine Auswahl aus meinen liebsten Aktaufnahmen des vergangenen Jahres kommt.

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