Ein Ausflug zur Photokina

Alle zwei Jahre findet in Köln die Photokina statt. Dieses Jahr habe ich zum ersten mal diese „internationale Leitmesse rund ums Bild“ (Eigenwerbung der Messe Köln) besuchen können. Entsprechend neugierig und gespannt machte ich mich am Samstag Morgen mit meiner gewonnenen Eintrittskarte auf den Weg ins Rheinland.

4 Stunden und ein kostenpflichtiges Foto hinterm Steuer später durfte ich erst einmal 9 Euro für das Abstellen meines Autos bezahlen. Dafür, dass ich danach noch eine Viertelstunde bis zum Messeeingang zu laufen hatte ein stolzer Preis. Im Vergleich zu den Preisen der Restaurants auf dem Messegelände aber eher ein Schnäppchen…

Mein Weg auf der Messe führte mich zunächst in Halle 2, wo ich mich zunächst ein wenig bei Nikon umschauen wollte. Nun bin ich mit meiner aktuellen Nikon-Ausrüstung so zufrieden, dass mich die Präsentation der digitalen Neuheiten nicht stark genug interessierte um mich ins Gedränge an den Präsentationstheken von D600 und Co. zu stürzen. Da fand ich den benachbarten Stand von Epson viel interessanter. Der Hersteller von Großformatdruckern zeigte viele Beispiele von mit seinen Geräten gedruckten Fotos. Diese beeindruckten nicht nur durch die schiere Größe.

Ebenfalls ums Drucken drehte es sich auf derSonderfläche der Zeitschrift fineartprinter, auf der verschiedene Papierhersteller ihre Fineart-Papiere präsentierten. Die Zeitschrift selbst war auch vertreten und machte ein Abo-Angebot, das ich nicht ablehnen konnte.

Danach führte mich mein weg weiter in die Halle 1, die komplett von Leica belegt wurde. Den Bereich mit den Kameras fand ich eher uninteressant. Allerdings war ich von der Bilderausstellung regelrecht begeistert. Die Bandbreite der gezeigten Fotos reichte von den augenzwinkernden Aufnahmen eines Elliott Erwitt über erotische Aufnahmen von Nobuyoshi Araki und teilweise verstörende Schwarzweißaufnahmen von Jacob Aue Sobol bis zu den Modeaufnahmen von Rankin. Beeindruckend war auch ein Bild von Andreas Gursky und die Serie „Gesichter der Macht“ von Platon. Wer auf der Photokina war und diese Bilderausstellung nicht angeschaut hat, hat definitiv eines der fotografischen Highlights der Messe verpasst.

Eine weitere beeindruckende Ausstellung war die von Tamron gesponserte „IKIRU – Post-Tsunami“ über den Tsunami in Japan 2011 und seine Auswirkungen. Bei einigen Aufnahmen mit den heranbrandenden Wassermassen dachte ich mir, dass ich in der Situation eher weg gerannt wäre statt zum Fotografieren stehen zu bleiben. Wieder andere Aufnahmen wirkten durch die Stille, die sie ausstrahlten. Die Wirkung ist schwer zu beschreiben, das muss man einfach gesehen haben.

In Sachen Ausrüstung wollte ich mir ein paar Stative anschauen und mich ein wenig nach Dauerlicht erkundigen. Dazu hatte ich mir die Standnummern einiger Firmen aufgeschrieben, die ich im Laufe des Nachmittags aufsuchte. Außerdem schaute ich noch bei den Ständen verschiedener Papieranbieter vorbei. Besonders angenehme Gespräche hatte ich bei Cullmann, Hedler und Moab-Papers. Das hätte ich am vorletzten Messetag mit den vermutlich meisten Besuchern in der Form so nicht erwartet.

Wovon ich trotz Vorwarnung etwas enttäuscht wurde, war dann doch das sehr überschaubare Angebot an Zubehör für die Fotografie auf Film. Den neuen Jobo-Prozessor CPP3 habe ich erst entdeckt als ich zum zweiten Mal am Stand vorbei kam.

Eine sehr gute Idee des Veranstalters ist aus meiner Sicht einen Bereich für Communities zur Verfügung zu stellen. So konnte ich bei einer wirklich guten Tasse Kaffee endlich mal die Leute hinter dem Nikon-Fotografie-Forum live erleben. Die fotocommunity war natürlich dort auch vertreten. Bei der Standparty wurde aus der einen oder anderen virtuellen Bekanntschaft eine reale und bei Kölsch und Fassbrause wurden bestehende Bekanntschaften vertieft. War schön die Eine oder den Anderen mal wieder zu sehen und dazu auch noch neue Leute kennen zu lernen.

Mein Fazit fällt durch die Party und die Bilderausstellung bei Leica positiv aus. Nur wegen der Produktneuheiten hätte sich der Ausflug für mich nicht gelohnt. Ich denke nicht, dass ich die Photokina 2014 besuchen werde

Hier noch ein paar Eindrücke von der Messe:

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