Von der indischen Küche in ein Prager Schlafzimmer

… So kam es nach einem kurzen Mailwechsel zum Festlegen eines passenden Termins dazu, dass ich an einem Morgen im Januar bei knackigen Minustemperaturen mein Auto in einem Prager Wohngebiet parkte und mich mit Fototrolley und ein paar Requisiten in der Ikea-Tasche zum „Prague Boudoir“ von Nikola aufmachte. Nachdem wir die 4 Stockwerke zum Dachgeschoss erklommen hatten, zeigte mir Nikola die helle Wohnung und wir besprachen die Sets, die wir in den verschiedenen Räumen fotografieren wollten.

Das Gras auf der anderen Seite

Keine Angst, hier geht es jetzt nicht plötzlich um Landschafts- oder Naturfotografie. Es geht viel mehr um das sprichwörtliche Gras, das auf der anderen Seite des Zauns grüner zu sein scheint. Will meinen, statt aus dem, was man zur Verfügung hat, das Beste zu machen, strebt man nach den Dingen, auf die man keinen oder nur erschwerten Zugriff hat.

So bin ich zum Beispiel mit meinem Wohnzimmer und den dortigen Möglichkeiten Fotoaufnahmen zu machen sehr zufrieden. Allerdings würde ich ganz gerne auch mal einen weißen Hintergrund einsetzen. Ganz ähnlich wie es Helmut Newton bei seinen Big Nudes gemacht hat.

Ein Stuhl – eine Serie

Lena SunAus einer Wohnungsauflösung kam ein alter Holzstuhl zu mir. Es hat nicht lange gedauert und er wurde auch schon beim ersten Shooting als Requisit verwendet. Die dabei entstandenen Fotos gefielen mir sehr gut. So kam es, dass nach und nach immer mehr Modelle auf dem Stuhl vor meinem Stoffhintergrund Platz nahmen.

Das Schöne bei so einem Stuhl ist, dass es ihm egal ist, wer darauf sitzt und wie viel oder wenig Kleidung involviert ist.

Ein Juni-Nachmittag in Kulmbach

FeinrippWie ich ja schon mal erwähnt hatte, hat mich Anfang des Jahres eine Infektion längere Zeit aus dem Verkehr gezogen. Im Juni fühlte ich mich dann langsam wieder so gut, dass ich wieder daran dachte schöne Frauen zu fotografieren.

Allerdings bleibt nach so einer fotografischen Auszeit eine gewisse Unsicherheit, ob das auch wieder alles so funktionieren wird wie vorher. Da liegt es nahe ein Modell zu engagieren, von dem ich weiß, dass sie vor der Kamera eine hervorragende Figur macht. Und weil ich mit Angelina schon einige Male zusammengearbeitet habe, wusste ich, dass auch die Chemie stimmen wird.

Besuch aus Pilsen

PolaroidIn der Zusammenarbeit mit Modellen trifft man, wie auch im richtigen Leben, immer wieder auf Menschen, mit denen man sehr schnell eine gemeinsame Basis findet. Zu diesen Menschen gehört für mich Jenni. Auch wenn die Kommunikation während unserer bisherigen Zusammentreffen im Studio im Rahmen von Model-Sharings auf Englisch stattfand, so waren die Bildergebnisse für die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit immer sehr gut. Wie man auch schon hier im Blog schon mehrfach sehen konnte.

ungeschminkt

Julia #7 auf Tri-XIch lasse mich ja sehr gerne von gedruckten Fotos inspirieren. Dabei gehören nicht nur Bildbände zu meinen Inspirationsquellen. So schaue ich ganz gerne an der Tankstelle oder im Zeitschriftenladen nach den dort ausliegenden Modezeitschriften. Dabei fiel mir die Ausgabe Juni 2012 der Vogue auf, in der eine Fotostrecke von Peter Lindbergh enthalten ist.

Der Titel „The naked truth“ ist natürlich zweideutig, da er sowohl als „die nackte Wahrheit“ als auch als „die ungeschminkte Wahrheit“ übersetzt werden kann.

Ein Nachmittag im Juni

2014-06-18_14-49-14Im Juni konnte ich mal wieder mit Angelina eines meiner Lieblingsmodelle für Fotoaufnahmen in meinem Wohnzimmer begrüßen. Wer meine Kalenderblätter verfolgt, weiß, dass wir in den vergangenen Jahren schon das eine oder andere Foto zusammen gemacht haben.

So brauchten wir auch keine lange „Warmlaufphase“ und konnten nach einer kurzen Abstimmung der Outfits und des Stylings bei einer Tasse Kaffee mit dem Fotografieren beginnen.

Federn und Perlen

Manchmal ist es für mich als Fotograf auch interessant, sich die Jobauschreibungen der Lieblingsmodelle in der Model-Kartei anzuschauen. So stieß ich im letzten Jahr auf eine Ausschreibung, die ganz gut zu einer Idee von mir passen würde. Seitdem ich den Bildband „Diamonds and Pearls“ von Marc Lagrange auf dem Wohnzimmertisch liegen habe, wollte ich ein Shooting mit Perlen und Modeschmuck umsetzen. Das passte ganz gut zur ganz ähnliche Idee von Nici mit Perlen und Federn.