Analog, digital? Sch…egal

Eine meiner sonntäglichen Gewohnheiten ist es, gemütlich bei einer Tasse Tee die Browserfruits auf kwerfeldein.de auf dem Tablett zu lesen. Dabei wurde ich letzten Sonntag an einen facebook-Beitrag von Benjamin Sieber erinnert, in dem er über eine Reaktion eines, muss man leider so bezeichnen, Vollpfostens auf eine facebook-Gruppenbeitrag zum Digitalisieren von Negativen schreibt. Nachdem ich mit dem Kopfschütteln fertig war, machte ich mir dann doch so ein paar Gedanken zum angerissenen Thema.

ungeschminkt Teil 2

ungeschminkt am FensterIch arbeite ganz gern mit wiederkehrenden Elementen bei meinen Shootings. Daraus lassen sich dann ganz gut Serien für die Präsentation ableiten. Manche Serien kann man im Rahmen von Shootings ganz gut einbauen und so fortführen. So ist es kein Problem mal eben den Stuhl vor den Stoffhintergrund zu stellen und ein paar Bilder für diese Serie zu machen.

Bei meiner „ungeschminkt“-Serie ist das anders. Schließlich brauchte es dafür Modelle, die bereit sind sich ohne Makeup vor der Kamera zu zeigen. Und die müssen auch noch ungeschminkt zum Termin erscheinen. Da kann man nicht einfach mal so beim Fotografieren sagen, „Schmink‘ Dich mal ab. Das nächste Set machen wir dann ohne Makeup.“

Kalender 2017, Bild sechs

Die Zeit vergeht. Das sieht man auch daran, dass hier schon das sechste Kalenderbild des Jahres zu sehen ist. Noch mehr wird mir das bewusst, wenn ich mir den Dateinamen des heutigen Bildes anschaue. Sagt er mir doch, dass ich es im August 2011, also vor sechs Jahren, fotografiert habe.

Damals hatte ich gerade das Fotografieren schöner Frauen für mich entdeckt. Neben verschiedenen Modelsharings und Workshops war dies erst mein zweites selbst organisiertes Shooting. Entsprechend aufgeregt war ich auch beim Shooting.

Von der indischen Küche in ein Prager Schlafzimmer

… So kam es nach einem kurzen Mailwechsel zum Festlegen eines passenden Termins dazu, dass ich an einem Morgen im Januar bei knackigen Minustemperaturen mein Auto in einem Prager Wohngebiet parkte und mich mit Fototrolley und ein paar Requisiten in der Ikea-Tasche zum „Prague Boudoir“ von Nikola aufmachte. Nachdem wir die 4 Stockwerke zum Dachgeschoss erklommen hatten, zeigte mir Nikola die helle Wohnung und wir besprachen die Sets, die wir in den verschiedenen Räumen fotografieren wollten.