Brauche ich als Fotograf jetzt eine Rechtschutzversicherung?

Bei Kwerfeldein bin ich auf ein interessantes Interview, das von Martin Gommel und Katrin Krieger mit dem Rechtsanwalt Philipp Dorowski geführt wurde gestoßen.

Im Interview und zwei Folgebeiträgen, in denen Fragen der Leser beantwortet werden, geht es um die Rechtslage bei der sogenannten Streetfotografie.

Da ich auch ganz gerne das alltägliche Leben mit der Kamera festhalte, habe ich mir alles mit großem Interesse durchgelesen. Nach den Schlußfolgerungen, zu denen RA Dombrowski kommt, kann man die klassische Streetfotografie eines Henri Cartier-Bresson, Brassaï oder Garry Winogrand in Deutschland wohl vergessen.

Zukünftige Historiker und Sozialwissenschaftler werden es also den Juristen und ihrer Einstellung zum Recht am eigenen Bild bzw. Persönlichkeitsrechten zu verdanken haben, dass sie zwar das Alltagsleben in Deutschland und Europa des 20. Jahrhunderts anhand von Bildern rekonstruieren können. Für das 21. Jahrhundert werden sich die Aufnahmen auf Familienszenen und Architektur-Aufnahmen unbelebter Städte beschränken müssen.

Es sei den, die Freunde der Streetfotografie handeln weiter nach dem Motto, wo kein Kläger, da kein Richter. Was unter Umständen teuer werden kann und juristischen Beistand notwendig machen kann und zur Überschrift zurückführt.

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