Blitz, alte Kamera, Film und eine schöne Frau

…das sind die Zutaten für diese Bilderserie.

Bevor es hier freitags zu technisch wird, gibt es heute eine weitere Serie von meinem Besuch in Prag bei Nikola zu Beginn des Jahres. Neben den Aufnahmen bei Tageslicht sind gegen Ende des Shootings auch ein paar Bilder mit Blitzunterstützung entstanden. Da es im Januar recht früh dunkel wird, hatte ich um hierfür gerüstet zu sein meinen mobilen Studioblitz Jinbei HD 610 nebst Oktabox und handlichem Lichtstativ eingepackt. Da es der erste Einsatz dieser Kombination war, gab es ein paar Dinge, die ich dabei gelernt habe. Aber dazu mehr am Ende des Beitrags.

Im Schlafzimmer befand sich ein Regal, dessen Inhalt durch einem grauen Brokat(?)-Vorhang vor neugierigen Blicken und Umwelteinflüssen geschützt war. Dieser Vorhang schien mir schon auf den ersten Blick sehr geeignet zu sein später als Hintergrund zu dienen. Und wie man an den Bildern sehen kann lag ich nicht ganz falsch. Ein Nachteil war, dass der schwere Stoff noch nicht lange hing. Dadurch waren noch Falten von der LAgerung zu sehen. Diese ließen sich aber recht gut in der Bildbearbeitung entfernen bzw. abmildern. Glücklicherweise waren das die einzigen Falten, die es zu bearbeiten gab.

Altbauwohnungen haben oft die hohen Decken. Das ist schlecht für die Heizkosten, aber gut für die Beleuchtung. Dadurch konnte ich das Lichtstativ (Manfrotto 1051BAC) vollständig ausfahren um so das Blitzlicht von oben auf mein Modell zu richten. Vor dem Blitz saß die Oktabox (Jinbei K-90), die ich zur Reduzierung des Streulichts mit einem Wabenvorsatz versehen hatte.

Die Kombination aus schwerem Akku-Blitz und Oktabox brachte das voll ausgefahrenem Stativ an die Grenzen seiner Standfestigkeit. Schon leichte Berührungen z.B. zum Einstellen der Leuchtstärke führten zu Bewegungen, die mich befürchten ließen, das Alles umfallen könnte. Doch der Blitz schwankte nur und stürzte nicht.

Dafür stürzte zwschendurch die Oktabox ab. Ein Verhalten, das sie am LED-Licht nie gezeigt hatte. Es stellte sich später heraus, dass die Nasen am Bajonett des Lichtformers weiter heraus standen als vorgesehen. Dadurch konnten sie zwar in die Führung am Blitz eingreifen aber nicht richtig verriegeln. Dadurch war der Sitz am Blitz etwas wackelig. Das Bajonett am LED-Licht hat an der Stelle mehr Platz gelassen als das am Blitz. Deshalb fiel der Fehler vorher nicht auf.

Mal von den, inzwischen behobenen, Problemen mit dem Bajonett abgesehen, hat der Jinbei HD 610 seinen ersten Praxiseinsatz gut bewältigt. Mit einem stabileren Stativ oder einem leichteren Lichtformer sollten die Bedenken bezüglich der Standfestigkeit auch gemildert sein.

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