Akt ist…

  • etwas anderes als nur ein nacktes Model zu fotografieren.
  • etwas Schönes, wenn es gut gemacht ist.
  • nicht pornografisch.
  • anspruchsvoll zu fotografieren.

Um diese Thesen kreisten meine Gedanken als ich neulich zum Modelsharing nach Nürnberg fuhr. Wobei mein Hauptsorge war, ob meine Ergebnissen auch meinen eigenen Ansprüchen genügen werden. Schließlich sieht man in Fotografieforen zu oft (N)a(c)ktbilder, die eigentlich nur eine technische Voraussetzung für ein Aktbild erfüllen, das Modell ist unbekleidet. Die Ästhetik, die von einem Aktbild ausgehen kann, fehlt dort oft. Und da meine ich nicht einmal die Bildwirkung der Werke eines Helmut Newton.

Warum ich mich bisher noch nicht an die Aktfotografie herangewagt habe, liegt auch an dem Riesenrespekt vor der Thema. Schließlich dringt man hier mit der Kamera in einen sehr privaten Bereich vor. Der nackte Körper gehört definitiv zu dem Bereich, der im Allgemeinen als Intimsphäre bezeichnet wird. Und da möchte ich das Vertrauen, das mir als Fotograf vom Modell entgegengebracht wird, nicht durch schlechte Bilder enttäuschen. Auf der anderen Seite reizt es mich fotografisch doch, die Schönheit des menschlichen Körpers festzuhalten. Wobei ich da doch mehr den weiblichen Teil der Menschheit bevorzuge.

Dass ich nicht der Einzige bin, der sich mit der sich gedanklich mit der Abbildung nackter Körper beschäftigt, erkennt man auch an der Diskussion im und unter dem Blog-Beitrag der erfahrenen Aktfotografin Katja Kemnitz auf kwerfeldein.de, die ich dort gestern entdeckt habe.

Der Respekt vor der Aktfotografie war auch der Hauptgrund dafür, dass ich beim Modelsharing mit Sarah zurerst die Fashion- und Dessousbilder aus dem vorigen Beitrag fotografierte. Und weil dabei die Zusammenarbeit ganz gut lief, habe ich mich dann doch getraut Aktaufnahmen zu machen. Dabei kam ein recht klassischer Lichtaufbau zum Einsatz. Eine Box von links und ein Striplight von rechts vor einem schwarzen Hintergrund. Der Fachbegriff dafür ist, glaube ich, Zangenlicht. Das Ganze ging also ein wenig in Richtung Low-Key. Der schwarze Hintergrund passte auch ganz gut zu meinem Vorhaben, die meisten Aufnahmen später in Schwarz-Weiß zu wandeln.

Zeit für die Bilder:

5 Antworten auf „Akt ist…“

  1. Oh ja, das Thema Aktfotografie ist auch etwas, an das ich mich vermutlich nie heran wagen werde aus genau deinen genannten Denkansätze. Schön, dass du diesen Schritt getan hast. Das Spiel mit dem Licht und Schatten,… in meinen Augen hast du es geschafft. Schöne Aktfotografie!

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